23. Juni: militärischer Fluglärm von Rügen bis Rheinsberg

Auch am 23.6.2017 gab es Bundeswehr-Eurofighter-Tornado-Lärm über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Verlärmt wurden in großem Stil die Mecklenburger Seenplatte, die Seen des nördlichen Brandenburgs, u.a. der Müritz Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe, Sommerferiengebiete zwischen Berlin und der Ostsee, die Inseln Hiddensee, Rügen, Zingst/Darss usw.

Die gesamte im Herbst 2013 heimlich in den militärischen Regelflugbetrieb diktierte militärische Sonderflugzone ED-R 401 MVPA NE wurde heute zu einem Ad-Hoc-Luftkampfübungsgebiet „umfunktioniert“. Der nächste Krieg wird täglich vor den Toren Berlins geübt.

Einen Teil dieser extremen Militarisierung können Sie sich im Zeitraffer ansehen (Beachten Sie, dass die 8 Kampfjets und Militärflugzeuge nicht das vollständige Bild zeigen – oft sind weitere Kampfjets ohne Transponder unterwegs oder die Kampfjets werden aufgrund von Tief- und Tiefstflügen nicht von den Empfängerstationen geortet.):

15. Juni 2017 – „Flexible Use of Mecklenburg-Vorpommern & Brandenburg“ – so sieht die Eskalation und Zementierung des heimlich aktivierten militärischen Regelflugbetriebs über MV & Brbg aus: mindestens 8 Kampfjets gleichzeitig, stundenlang, von Rügen bis Wittstock, 5 Lärmwellen (hier detektiert)

Bündis90 / Grüne meinen dazu: Das stört doch niemanden. / Die Verlagerung des Kampfjetlärms nach Mecklenburg-Vorpommern, über die Nord- und Ostsee oder andere „unbewohnte“ Gebiete ist „gerecht“.

NDR/rbb: berichten nicht. (Der NDR berichtet aber sofort, wenn 14 Tornados nach Schleswig-Holstein zurückverlegt werden sollen. Und verschweigt selbst dann, dass der betreffende Stützpunkt Jagel Hauptnutzer der undemokratischen Militärlärmzone ED-R 401 MVPA NE ist.)

Spiegel, taz, jungeWelt, Berliner Zeitung usw: berichten nicht. (Provinzpostillen und Bundeswehrsprachrohrredaktionen erwähnen wir absichtlich nicht).

Militarisierung im Bild:

 

1.6.2017, routinemäßige militärische Fluglärmwellen ab 10.45 Uhr, 16.04 Uhr & 19.55 Uhr über Rügen, Stralsund, UNESCO Müritz Nationalpark, Nordbrandenburg ((Ost)Prignitz), Mecklenburg-Vorpommern (ED-R 401 MVPA NE), 9 Kampfjets, 3 Stunden, alle Sektoren

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neue Informationsquelle für Bürger und Besucher von Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg zur ED-R 401 MVPA NE

Was Sie beim rbb nie hören, beim NDR nie sehen, in der taz nie lesen und im Spiegel nie finden werden (alle diese Redaktionen unterdrücken seit Jahren Details, die auch in dem Papier beschrieben werden)

Screen-shot-2017-04-29-at-11.47.33Uns hat ein 30-seitiges Papier erreicht, welches minutiös die heimliche Einrichtung und Aktivierung des militärischen Regelflugbetriebes über Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg nachzeichnet. Die Autoren Braunstein und Leisegang gehen der Entstehung der militärischen Flugzone nach und zeigen im Detail, wie diese weltweit einmalige militärische Flugzone, basierend auf einem Konzept der Europäischen Union, über die Köpfe hinweg und über den Köpfen der Bevölkerung eingerichtet wurde.

Das Papier erlaubt Einblicke in die tatsächlich zu Grunde liegenden Konzepte und Verordnungen, die bis heute in der Öffentlichkeit weder klar benannt noch einfach zugänglich sind. Es werden die Rollen der Medien und Journalisten ebenso beleuchtet, wie die der Parteien.

Dieses Papier ist die Grundlage zum Verständnis der heimlichen Militarisierung des Luftraums von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Interessierte finden hier eine einmalig fundierte Gesamtdarstellung des Vorgangs ED-R 401 MVPA NE – aus der Sicht der betroffenen Bevölkerung.

Wer sich für dieses Papier interessiert, kann uns kontaktieren, wir können es mit freundlicher Genehmigung der Autoren in Kürze zugänglich machen. Auch im Rahmen der Friedenswerkstatt der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden sowie der Ev. Kirchengemeinde Alt-Pankow und des Friedenskreises Pankow ( http://www.friedenswerkstatt-pankow.de/ ) wird dieses Papier erhältlich sein.

EN

A 30 page paper has surfaced recently, meticulously assembling and tracing the secretive operation of ED-R 401 MVPA NE, the secretive and obscure activation of daily military air training above large swathes of north east Germany, affecting formerly tranquil and natural habitat zones, such as the Müritz National Park Lakes Region, UNESCO World Natural Heritage Area Serrahn, the pristine and unique forests and clear lakes of north east Germany. Just as well as the – now gone – quietness and tranquility of a huge area, one of the very last remainders of quietness in western Europe. Hiddensee and Rügen, UNESCO Cultural World Heritage old town of Stralsund, Nationalpark Vorpommernsche Boddenlandschaft – and with all of these, holiday destinations and natural habitat zone of european importance, have been turned into military air noise and pollution waste land.

The paper traces the hard-to-come-by founding laws and regulations by the EU commission, parliament and by national bodies, the engaged agencies on a EU and national level. It shows the role of the media and the journalists, blocking the subject for over three years, paints a scary picture of politician, unaware and misinformed, dis-interested on and in the matter. It puzzles together the various government announcements which are supposed to be the very publications that have informed citizens back in 2013 – but which, to date, have never been quoted correctly by any state of federal government agency. On top of this, these publications are only available through an expensive subscription of an aviation periodical.

The paper traces the zone ED-R 401 MVPA NE, the amount of increase in military air training noise ever since military air training became routine over night – amidst densely populated Europe. It traces the history of ED-R 401 MVPA NE, being a creation by EU agencies, founded in EU regulations, powered by national agencies, sanctioned and obscured by even civil government agencies in Germany.

This paper is a must-read for concerned European citizen. It is a must read for interested visitors to the region. The paper is the foundation and a world-first on the specifics on an actual secretive military project, right in the face of citizen and visitors of the north east of Germany.

The paper is in German only. Although an English translation may be in the making. We have the friendly permission to circulate the paper upon request. Just drop us a line.

In addition, feel free to visit The Peace Shed by Action Group for Peace and the protestant congregation Pankow of Berlin, with the Pankow Peace Circle ( http://www.friedenswerkstatt-pankow.de ) and pick up your copy there.

 

Empört euch! Bürgerinitiative gegen Fluglärm Kaiserslautern kanzelt Militärfluglärmbetroffene aus Nordost ab: inhaltliche Infragestellung der Forderung nach militärischer Flächenverlärmung = Troll!

Die sogenannte Bürgerinitiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und Umweltverschmutzung aus Kaiserslautern verschärft ihr Vorgehen gegen Mitbetroffene von militärischem Fluglärm in anderen Bundesländern.

Eine zentrale Forderung dieser Bürgerinitiative, die sich angeblich gegen Fluglärm und Umweltverschmutzung engagiert, ist die Verlagerung des militärischen Fluglärms in andere militärische Flugzonen und im Übrigen auf das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Dabei sollen zwar Nord- und Ostsee vorwiegend als militärische Lärmmüllkippe genutzt werden – aber auch diese sind sensible Ökosysteme, die nicht einfach in Luftkriegsübungszonen umgewandelt werden dürfen. Sicherlich gibt es auch viele Menschen, denen der Verlust der Erfahrung „Meer“ nicht egal ist. Und Schweinswale können nunmal nicht bei der FLIZ anrufen. (Achtung, liebe BI: Bevor wieder die Trollkeule gechwungen wird: Der Schutz der Schweinswale in Nord- und Ostsee ist praktischer Umweltschutz. Dummerweise sind diese Säugetiere extrem lärmempfindlich, stehen also der kompletten Verlagerung des luftgestützten „Schutzes des Friedens“ auf die Nord- und Ostsee -u.a.- im Wege. Individuen der deutlich weniger gefährdete Spezies der Landsäuger „Segler“ finden sich an der Mastspitze verheddernde Eurofighter & co übrigens auch nicht lustig. Versucht mal „ungeschoren“ nach Dänemark über die Ostsee zu segeln… das ist heute schon sehr schwierig, auch wenn man sich nicht in einer akuten DANGER Zone befindet.)

Wir stellen nicht den infernalischen Militärlärm infrage, der sich in der TRA Lauter in extremen Ausmaßen werktäglich ereignet und Mensch und Natur im Südwesten seit Jahrzehnten nachhaltig schädigt. Wir schließen uns der Forderung nach der sofortigen Einstellung von militärischem Flugbetrieb über Deutschland an. Wer aber die Verlagerung und Ausdehnung dieses Übels anderen aufhalsen will, ist nicht gegen militärischen Fluglärm und auch nicht gegen Umweltverschmutzung – sondern dafür. Nach einer eingehenden Prüfung der Diktion, der inhaltlichen Verdrehung schriftlicher Diskussionsversuche per e-mail, ist eher zu vermuten, dass die Bundeswehr bei dieser Bürgerinitiative maßgeblichen Einfluss besitzt. Denn diese zentrale Forderung der BI, verbunden mit einer aggressiven Verunglimpfung von Mitbetroffenen aus anderen Bundesländern als „Trolle“, spielt ausschließlich der Strategie der flächenhaften Ausweitung des militärischen Flugbetriebs von Bundeswehr, DFS, Bundesregierung, Eurocontrol etc in die Hände und trägt Kennzeichen des Kommunikationsstils, den die Bundeswehr gegen Kritiker zeigt. Im Zusammenspiel mit z.B. dem Abgeordneten Tressel der Grünen soll hier auch militärischer Fluglärm von NATO-Verbänden in die diktatorisch eingerichtete militärische Flugzone ED-R 401 MVPA NE verlegt werden. Der 2+4 Vertrag juckt die Grünen natürlich nicht. Die generelle Militarisierung von einmaligen Naturräumen auch nicht. Oder ist beides so unbekannt, wie die faktische Ostausdehnung des militärischen Regelflugbetriebes mittels der Aktivierung aller östlichen BASIC Sektoren der Zone ED-R 401 MVPA NE im Oktober 2013 für eben diesen? Zu dieser hat sich bis heute nicht ein Grüner geäußert.

Bild: Ausweitung des militärischen Regelflugbetriebes in der Sonderflugzone ED-R 401 ab Oktober 2013 über Mecklenburg Vorpommern und dem nördlichen Brandenburg, im Vergleich zur vorher bestehenden Sonderflugzone ED-R 206/306. Sämtliche östlichen Sektoren BASIC erfassen Gebiete, die vorher gar nicht von militärischem Regelflugbetrieb betroffen waren, darunter die Rheinsberger Seenkette, die Feldberger Seenlandschaft, UNESCO Weltnaturerbe Serrahner Buchenwälder, aber auch das nordwestliche Umland Berlins, die Inseln Rügen und Hiddensee.

Dazu nutzt der Grüne Markus Tressel Zahlenmaterial, welches die ED-R 401 MVPA NE überhaupt nicht oder nur rudimentär abbildet, dazu, zu behaupten, 40% des militärischen Flugverkehrs über Bundesrepublik Deutschland würde in der TRA Lauter ausgeführt. Dass das so nicht stimmt, stört den Grünen nicht. Entsprechende Hinweise des durch die Grünen OPR/Brandenburg diskreditierten und sabotierten ehemaligen Mitarbeiters der Grünen OPR (auf dieser Website früher behandelt) an Herrn Tressel quittiert dieser offenbar mehrmals mit Totalignoranz. In dieser TROLL-Manier wird er auch gleich vom Saarländischen Rundfunk unterstützt, der inhaltlich falsche und peinlich dümmliche Transkripte dieser Art publiziert: Der militärische Fluglärm – Stand der Dinge. Darin werden einfach die zusammengschusterten Interessenssüppchen von Tressel und Bündnis90/Grüne und der Bürgerintitiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und Umweltverschmutzung unkritisch und als vermeintlich gut recherchierte journalistische Unparteilichkeit übernommen: „Denn das Übungsgebiet, die so genannte TRA Lauter, ist die am meisten genutzte Zone. Und das, obwohl es Übungszonen über deutlich weniger dicht besiedeltem Gebiet gibt. Beispielsweise über der Nordsee oder Mecklenburg-Vorpommern. “  Fake News, Faktencheck, irgendjemand? Mecklenburg-Vorpommern wird in einem Satz mit der Nordsee als perfekte Müllkippe für den militärischen Fluglärm skizziert. Die ED-R 401 MVPA NE wird mit jahrzehntelang bestehenden kleineren und unflexibleren, transparenteren TRA im Bundesgebiet in einen Topf geworfen. Kein Wort zum experimentellen Charakter der Zone ED-R 401 MVPA NE über Mecklenburg-Vorpommern. Hinweise auf die Unvergleichbarkeit von TRA Lauter und ED-R 401 MVPA NE, auf den undemokratischen Vorgang der Einrichtung und der Aktivierung des werktäglichen militärischen Flugbetriebes in der ZONE ED-R 401 MVPA NE, auf nicht vergleichbares Zahlenmaterial zu beiden Zonen, auf komplett fehlendes Datenmaterial zur ED-R 401 MVPA NE, fehlen völlig. Immerhin muss man dem Saarländischen Rundfunk zugutehalten halten, dass seine Chefredakteure das Thema der militärischen Flächenverlärmung nicht mehr blockieren und zensieren – so, wie das NDR und rbb immernoch tun (Artikel folgend).

In einem Artikel vom 7.4.2017 werden vermutlich Hinweise von Betroffenen aus Brandenburg auf die unmoralische Forderung dieser Bürgerinitiative nach einer Flächenverlärmung der Bundesrepublik Deutschland durch militärischen Fluglärm und auf die Unvollständigkeit statistischer Daten der Bundeswehr zur ED-R 401 MVPA NE als Trollerei bezeichnet.

Gleichzeitig wird die Veröffentlichung der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken auf dieser Website vom 17.4.2017 von der Bürgerintiative gegen Fluglärm zum Anlass genommen, schnell auch selber diese Drucksache zu veröffentlichen, natürlich mit der Nutzung von darin enthaltenen Statistikdaten zur Anzahl der Beschwerden gegen die militärischen Fluglärm. Im Tenor der Forderung nach der Verlagerung des militärischen Fluglärms macht sich diese Bürgerinitiative die Logik und die Statistik von Bundeswehr & co zu eigen: die Anzahl von Beschwerden soll angeblich die Akzeptanz von und das Aufkommen an militärischem Fluglärm für eine bestimmte Region widerspiegeln. Dabei wird flux die seit Jahrzehnten bestehende TRA Lauter mit der heimlich eingerichteten und betriebenen MVPA NE verglichen. Es wird unvollständiges und nicht überprüfbares statistisches Material der Bundeswehr zur ED-R 401 MVPA NE per Vergleich mit Datenmaterial zur TRA Lauter gegen die Betroffenen Bürger in der ED-R 401 MVPA NE (und in anderen TRA im Bundesgebiet) in Stellung gebracht. Während die Bürgerinitiative selber martialisch-grenzwertige Sprache gegen ausländische Streitkräfte an den Tag legt und viele Einträge auf der Website die Daten von Bundeswehr & co in Frage stellen, werden diese Daten bereitwillig als Beweismaterial und Argumentationsmittel gegen Mitbetroffene einer mit einer TRA Lauter nicht vergleichbaren, obskuren riesigen MVPA im Nordosten Deutschlands akzeptiert und genutzt. Hinweise darauf werden als Trollerei abgekanzelt. Die Bürgerintitiative verhält sich also so, wie sie das selber in dem Artikel beklagt: sie stellt sich dümmer, als sie ist.

Das Fazit kann nur heißen: Empört euch! Jede Beschwerde bei der Beschwerdestelle der Bundeswehr fliz@bundeswehr.org zählt! Offenbar werden die Betroffenen der militärischen Übungsgebiete nun mittels einer Art Wettrüsten im Beschwerdezählen verwickelt und gegeneinander ausgespielt.Ganz vorne mit von der Partie: die Bürgerintitiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und Umweltverschmutzung.

Weist die Bürgerintiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und Umweltverschmutzung auf die unglaubwürdige und rücksichtlose Forderung hin, nach der militärischer Fluglärm im Rest des Landes und vor allem auch in obskur und heimlich eingerichteten und betriebenen militärischen Flugzonen, wie der ED-R 401 MVPA NE, etabliert werden soll: vorstand@fluglaerm-kl.de

Bündnis90/Grüne, Herr Markus Tressel, markus.tressel@bundestag.de

28.3.2017 – Militärischer Fluglärm über Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg | 28th March 2017 – repeated military flight noise above north east Germany

Jagdszenen vom 28.3.2017 aus Militärisch-Vorpommern und Militärisch-Brandenburg, Folge der heimlichen Einrichtung des täglichen militärischen Regelflugbetriebes (im Klartext: Militarisierung zum Zwecke der Kriegsvorbereitung) über halb Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg im Herbst 2013. Seitdem besteht in der ED-R 401 MVPA NE eine beständige Dosiserhöhung der Militarisierung mittels Kampfjetfluglärm in allen Flughöhen, vorwiegend aber unterhalb der für diese Zone geltenden Mindestflughöhe von 3000m. Tief- und Tiefstflüge sind in allen Sektoren der Zone integraler Bestandteil der täglichen Luftkampfmanöver , wenn auch durch Bundeswehr & co routinemäßig geleugnet, verharmlost und „vereinzelfallt“. Die Steigerung des militärischen Fluglärms seit 2013 ist hingegen ein Fakt, der sich sogar aus den unvollständigen Statistiken der Bundeswehr ergibt (vgl. Antworten auf parlamentarische Anfragen von B90/Grüne, Linke). Wenn nun nur die östlichen Sektoren der Zone ED-R 401 MVPA NE (z.B. Feldberger Seenlandschaft, Rheinsberg, Zechlin, Teile des UNESCO – Gebietes Serrahn/Müritz, Rügen, Hiddensee), die bis zum Herbst 2013 gar nicht routinemäßig von militärischem Fluglärm betroffen waren, herangezogen würden (was absichtlich durch die Bundeswehr, Journalisten und Politiker verhindert und nicht kommentiert wird), würde sich eine Steigerung von 100% ergeben.

Die Zone ist europa- und weltweit einmalig (vgl Deutsche Flugsicherung (DFS) / Eurocontrol), bezüglich der „Flexibisierung“, also der Vermischung von zivilem und militärischem Flugverkehr: Ziviler Flugverkehr summiert sich zum militärischen Fluglärm in der Zone hinzu, wenn gleichzeitig militärische Flugübungen laufen. Zivile Linienmaschinen durchfliegen immer öfter aktive Luftkampfübungszonen. Als dritte „Lärmsäule“ scheinen regelmäßige Testflüge von Airbus Industries in dieser Zone etabliert zu werden: In allen Flughöhen ziehen A380, A600M und ähnlich große Vögel bis zu stundenlange Testkurven innerhab der Zone und gehen dabei offenbar auch auf unter 2000m Flughöhe, was am Boden einen zusätzlich hohen Lärmpegel erzeugt.

Gleichzeitig wurden auch noch die letzten rudimentären Reste von Transparenz klammheimlich abgeschafft, wie sie noch für sog. TRA (Temporary Reserved Airspace) Flugzonen gelten: die Belegungsplanung des Airspace Use Plan ist für TRA-Zonen für 3 Tage im Voraus online im Web AUP für jeden Bürger einsehbar. Für die ED-R 401 MVPA NE gibt es das nicht mehr. Bürger werden von der Bundeswehr im Web AUP dümmlich auf geschlossene Systeme der DFS/Eurocontrol (Stanly Acos) verwiesen und es wird so getan, als ob Bürger hier vergleichbaren Einblick hätten. Stanly Acos ist das nichtöffentliche Planungstool der Deutschen Flugsicherung. Gleichzeitig wird seit Jahren behauptet, man könne „leider noch nicht“ die Belegungsplanungen analog zum Web AUP veröffentlichen, da man ja selber nicht wisse, wann wo welche Flugübungen stattfinden würden – weil der Luftraum ja von der DFS kurzfristig freigegeben werde. So werden die Bürger für dumm verkauft: Denn die täglich gleichen Grundflugübungen zu den täglich gleichen Zeiten, in den täglich gleichen Fluglärmschwerpunkten im Gebiet Müritz UNESCO Nationalpark / Rheinsberg / Zechlin / Feldberger Seenlandschaft / Stralsund / Zingst /Darss, immer öfter auch Hiddensee und Rügen, sind natürlich lange im Voraus geplant. Und die DFS weist nicht zu, sondern die Bundeswehr „bucht“. Es ist also eigentlich ein Selbstbedienungsladen der Bundeswehr. Natürlich ist es bequem, dem Bürger vorzugaukeln, die Deutsche Flugsicherung würde entscheiden, wann die Bundeswehr buchen dürfe.

Web AUP Germany

Web AUP: Während die Bevölkerung unter TRA-Zonen noch die Belegungsplanungen für diese einsehen kann, wird das den von der ED-R 401 MVPA NE Betroffenen kommentarlos verweigert. Das nutzt eine BI gegen Fluglärm im Südwesten dazu, mit viel Getöse zu behaupten, die dortige TRA sei immer am höchsten beplant – während sie die nicht einsehbare MVPA Zone dabei wissentlich ignoriert.

Und so vergleichen Bündnis90/Grüne, eine BI und die Medien wissentlich oder in selbstbewußter Inkompetenz Äpfel und Birnen, indem sie die Verlagerung des militärischen Fluglärms aus dem Südwesten in die ED-R 401 MVPA NE fordern. Eine Zone, die erst im Herbst 2013 heimlich, ohne Information der Landesregierungen und der betroffenen Bevölkerung, in den militärischen Regelflugbetrieb überführt wurde. Es handelt sich um die größte und obskurste Militärzone Deutschlands. Seit Herbst 2013 wird die Eurofighter-Ausbildung über dicht besiedeltem Gebiet etabliert. Auch ausländische Eurofighter-Piloten (z.B. Österreich, vgl. Focus) werden routinemäßig hier ausgebildet. Das thematisieren die o.g. natürlich nicht. Die Ausbildungsflugmuster sind von extremer Natur: Beschleunigungs-, Kurven-, Sink-, Steig-, Tief- und Abfangflugmuster gehen ineinander über. Der resultierende Lärm ist enorm und verseucht die gesamte Region zwischen Berlin und Ostsee (inklusive Ostseeregionen) flächig und nachhaltig, täglich, in bis zu vier Lärmwellen. Die o.g. kehren diese Fakten und diese extreme Entwicklung unter den Teppich.

Die zunehmenden militärischen Flüge sind also auch die Folge von Forderungen von Bündnis90/Grüne, Linke Saarland (Heimatland von Oskar Lafontaine…, vgl. Zeitungsartikel Saarbrücker Zeitung) , der sog. BI gegen Fluglärm, Umweltverschmutzung usw u.a. nach der Verlagerung des Fluglärms aus der militärischen Fluglärmzone TRA Lauter nach Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Oft wird dann von einer „gerechteren Verteilung des militärischen Fluglärms auf das gesamte Bundesgebiet“ geredet, von der Verlagerung des Fluglärms in andere Übungszonen. Gerne wird dazu explizit die ED-R 401 MVPA NE mit üblichen und seit Jahrzehnten bestehenden TRA verglichen. Die ED-R 401 MVPA NE wird dann bagatellisiert. Dieses Vorgehen redet der Zementierung von Willkürzonen, wie der ED-R 401 MVPA NE, und der umfassenden flächigen Militarisierung das Wort. Im Südwesten der Republik werden Artikel lanciert, die die Militärzone ED-R 401 MVPA NE als eine irrelevante Zone, quasi am Rande des Universums, darstellen, über „spärlich besiedeltem“ Gebiet, „in Brandenburg“.  An anderer Stelle wird Mecklenburg-Vorpommern in einem Satz mit der Nordsee genannt, wenn es um die Verlagerung des NATO-Flugmanöverbetriebs in der TRA Lauter über unbewohntes Gebiet geht.  Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, die ED-R 401 MVPA NE sei extra zu diesem Zweck eingerichtet worden.

Dabei verstieße die Verlagerung des routinemäßigen militärischen Gedröhnes der NATO Streitkräfte in die ED-R 401 MVPA NE oder die TRA Sachsen gegen den Geist des 2+4 Vertrages (Artikel 5, Absatz 3). Sind die Journalisten, die solche Artikel schreiben also zu jung, zu ahnungslos, zu desinteressiert – oder zu prekär beschäftigt?

Die Grünen betreiben nicht nur die Militarisierung Ostdeutschlands, sondern auch das Geschäft der Spaltung der Gesellschaft. Betroffene Nordost gegen Betroffene Südwest. Und den ökologischen Aspekt blenden ausgerechnet die Grünen gleich komplett aus, wo doch in der Grünen Partei nicht erst neuerdings das militärische Primat das ursprünglich ökologische schlägt: der Ausstoß an Abgasen, die diese ständig ansteigende Flächemilitarisierung nach sich zieht: die direkte Belastung der betroffenen Bevölkerung mit Kerosinabgasen, mit abgelassenem Treibstoff, mit Radarhotspots durch Kampfjets und Radarüberwachungsanlagen, mit Lärm und Terror (tägliche mehrfache Wiederholung und Tiefflüge, routinemäßige Unterschreitung der – sowieso schon zu niedrigen – Mindestflughöhe von 3000m). Auch das Unfallrisiko scheint die Grünen im Falle Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns nicht zu jucken. Und: Friedenspolitik – da war doch mal was…? Militarisierung – wer dieses Wort bei den Grünen sagt, fliegt raus. Und: Wer wählt schon B90/Grüne, im Osten… ?

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22.3.2017 – Eurofighter Kampfjetlärm über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg | routine militarisation of Mecklenburg Lakes region continues

Auch am 22.3.2017 schwappten massive militärische Lärmwellen der Bundeswehr Eurofighter über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

Die anhängenden Momentaufnahmen zeigen die Vorgänge in der heimlich eingerichteten militärischen Fluglärmzone ED-R 401 MVPA NE im Vergleich zu zeitgleich in Deutschland stattfindenden militärischen Flugverlärmungen. <satire> Wieder einmal gut zu erkennen ist, das die TRA Lauter verwaist da liegt, während die Mecklenburger, die Brandenburger, die Holsteiner und die Bayern zugedröhnt werden.</satire>.

EN

On March 22nd, mutiple rounds of routine extreme military air training above densely populated areas of Mecklenburg-Vorpommern and Brandenburg terrorized residents and visitors of north east Germany. Starting at around 9 CET, multiple fighter jets, accompanied by Airbus testing flighter patterns, originating from Hamburg, as well as regular civil aviation added a stiff amount of air noise all throughout popular holiday destinations of north east Germany.

Snapshots attached carry a time stamp in their respective file name.

above: Airbus test flight patterns are an increasing additional nuisance throughout the zone ED-R 401 MVPA

above: Typhoon fighter jets add stress for local residents and international visitors to Mecklenburg Vorpommern

Die militärischen Luftlärmgebiete im Nordosten und Nordwesten Deutschlands werden oft gleichzeitig oder nacheinander in militärischem Fluglärm ertränkt.

 

Die Learjethölle von Schleswig-Holstein.

<satire>Während Mecklenburg Vorpommern verlärmt wird, ist es in der TRA Lauter ruhig.</satire>

Airbus fliegt Übungsmuster direkt durch aktive militärische Übungssektoren.

Ein Kleinflugzeug kreuzt den aktiven Übungssektor von drei Eurofightern in der ED-R 401 MVPA NE.

Das Lärmgebiet wird im Laufe der Übungen nach Osten verlagert.

RyanAir fliegt durch einen Schwarm wildgewordener Eurofighter in der ED-R 401 MVPA NE.

RyanAir is a notorius airline when it comes to adding a risk factor for their passengers. Frequently, RyanAir can be seen crossing right through active military air training sectors in ED-R 401 MVPA NE.

RyanAir fliegt seine Passagiere wiedermal mitten durch einen aktive militärischen Luftübugssektor in der ED-R 401 MVPA NE. RyanAir ist auch eine Fluggesellschaft, die gegen die Berliner Bevölkerung Politik macht, indem sie die Offenhaltung des Flughafens Tegel fordert.

<satire>Während in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die erste militärische Lärmwelle des Tages anbricht, ist in der TRA Lauter nix los.</satire>

Kurz darauf tauchen die ersten drei Eurofighter des Tages auf. Wieder wird die südliche Seenplatte als Hotspot für die militärische Verschmutzung auserkoren und nachhaltig verlärmt.

Die erste Lärmwelle des Tages startet über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit Airbus Testflügen.