30.7.2019: militärischer Fluglärm in der gesamten Militärzone Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg un d MODE S – Deaktivierung durch Bundeswehr(?)-Kampfjets im Raum Rheinsberg/Stechlin-Ruppin/Zechlin

Die bis zum Herbst 2013 ruhigen Naturlandschaften, Naturparks, Naturschutzgebiete, FFH-Gebiete, Berliner Eholungsgebiete der nordbrandenburgischen Wald- und Seenlandschaft wurden heute, am 30.7.2019, wie fast jeden Werktag, durch extreme militärische Flugmanöver verlärmt, ihre Einwohner einem signifikant erhöhten Risiko ausgesetzt. Ab 14 Uhr kam es (nicht nur -> siehe unten) im genannten Gebiet zu massiven Kampfjetverlärmungen, wie sie durch riskante Kurvenflüge und Beschleunigungsübungen mittlerweile in Deutschland zur allgemeinen Geräuschkulisse gehören.
Als routinemäßige Besonderheit der demokratiefeindlichen militärischen Superzone ED-R 401 MVPA NE trat auch heute wieder das Bundeswehr-typische Phänomen der Unsichtbarkeit auf ADS-B MODE S Trackingnetzwerken auf. Die lärmenden Kampfjets im o.g. Gebiet waren nicht per MLAT lokalisierbar. Allerdings waren vor der Verlärmung und danach Kampfjets mit den Rufzeichen COLT per MLAT beim An- bzw. Abflug lokalisierbar. Vermutlich handelte es sich um extreme Tiefflüge, die im Gebiet Rheinsberg/Stechlin-Ruppin ausgeführt wurden. Die Unsichtbarkeit der Bundeswehrkampfflugzeuge auf den MODE S Trackingkarten der diversen Anbieter kann also durch extremen Tiefflug oder durch das absichtliche Abschalten von MODE S Transpondern durch die Piloten der Bundeswehr begründet sein. Bekannt ist, dass besonders im Raum Müritz und Rheinsberg regelrechte Vergeltungsflüge durch die Piloten der Bundeswehr genau so geführt werden, wie die Beschwerden zu früheren terrorisierenden Luftkampfübungen durch Bürger lauteten. Es wäre keine Neuigkeit, dass in der Bundeswehr unkontrollierte Zustände herrschen, die die absichtliche und mehrfache Wiederholung von terrorisierenden Flugübungen über Gebieten und konkreten Koordinaten begünstigen, aus denen es in den vergangenen Jahren besonders konkrete Beschwerden gegen besonders krasse Militärflugattacken auf Bürgerinnen und Bürger gegeben hat. Sicherlich für beschränkte militärische Kleingeister Bestandteil der Kriegsübungen – denn die Terrorisierung der Zivilbevölkerung ist Kennzechen von Luftkrieg. Dazu gehört natürlich auch die Unkenntlichmachung und die Verhinderung der öffentlichen Nachvollziehbarkeit. Terrorisierende Militärflüge sind programmatischer Kernbestandteil der ED-R 401 MVPA NE – wenn auch kein ausformulierter (sondern ein faktischer).

Die Kampfjets mit den Rufzeichen RAVEN und SCARE waren zur gleichen Zeit in den nördlichen und östlichen sog. BASIC Sektoren der militärischen Lärmzone ED-R 401 MVPA NE unterwegs. Dort, lt. MLAT, teilweise in nur wenigen hundert Metern Höhe. Wie immer bleibt dank erheblicher Bemühungen der Bundeswehr zur nachhaltigen Absenkung und Verhinderung irgendwelcher transparenter Vorgänge, die ihren Ursprung in ihrem Dunstkreis haben, unklar, wie viele Kampfjets hier die Bevölkerung und die Touristen im Nordosten Deutschlands terrorisierten und gefährdeten. Nachvollziehbar waren heute 2x RAVEN (Rufzeichen der Absturz-Eurofighter!), 2x SCARE und 2x COLT. Die anhängende Momentaufnahme zeigt einen Teil dieser marodierenden Kriegsflugzeuge über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

Haben Sie die Luftkriegsvorbereitungen beobachtet oder fühlen Sie sich durch die anhaltenden Luftkampfübungen über Ihrem Wohnort gefährdet? Schreiben Sie an diese Website, veröffentlichen Sie Ihre Beobachtungen. Nur so können wir zusammen, als Betroffene und Empörte, der Zensur des Themas ED-R 401 MVPA NE durch die (Chef)Redaktionen in den Funkhäusern und Tageszeitungen und der Absenkung und Aussetzung demokratischer Mindeststandards durch die Bundeswehr und die Bundesregierung sowie der gezielten Zermürbung und Vereinzelung von BeschwerdeführerInnen durch die FLIZ gezielt und nachdrücklich entgegentreten.

Schaffen Sie Transparenz, zusammen mit anderen Betroffenen! Lassen Sie sich nicht von Bundeswehr & PolitikerInnen kriminalisieren, nur, weil Sie sich informiert und argumentativ gegen die werktägliche Umwandlung des Himmels über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg in einen Schauplatz des kalten Luftkrieges positionieren! Lassen Sie sich nicht von Grünen, CDU, FDP, Freien Wählern, SPD und AfD einlullen und einschüchtern. Werden Sie aktiv für den Erhalt eines zivilen, demokratischen und transparenten Europas!

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Quelle: adsbexchange.com

 

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Aktuelle Ausdehnung der militärischen Flugzonen ED-R 401 MVPA NE und ED-R 166 über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg

ET_MAP02_en-17-Composite-ED-R-401-MVPA-NE-18-4-2019-lt-MILAIS-GEMIL-FLIPBild: ED-R 401 MVPA NE und Nachtflugzone für Luftkampfübungen in niedriger Flughöhe, ED-R 166, Composite Image by edr401mvpa.wordpress.com

Quellen: ZentrLuftOP, 26.4.2018, milais.org

 

Luftbetankungsovale: über den ehemals ruhigen Naturlandschaften Mecklenburg-Vorpommerns und Nordbrandenburgs wird die Luftbetankung im Rahmen von Luftkriegsübungsmustern geübt (“Only for use in conjunction with ED-R 401 and booking BASIC 1.” – bzw. BASIC 2). Dabei wird toxischer NATO Treinstoff vom Typ JP8 über den klarsten Seen Europas freigesetzt. Ein Absturz eines Tankflugzeuges oder eines voll betankten Kampfjets wäre verheerend. Vom Militär wird behauptet, der Treibstoff käme nicht bis zum Boden, würde vorher verdunsten. Allerdings wird im Gebiet der ED-R 401 MVPA NE routinemäßig so tief geflogen, dass Treibstoff, der durch Tiefflieger verloren wird, nicht verdunsten kann, bevor er den Boden oder die Oberflächengewässer erreicht. Es gibt Berichte von betroffenen Einwohnern der Flugzone, wonach schwarze oder schmierige Flecken nach nächtlichen Militärübungen auf verschiedenen Oberflächen am Boden gefunden wurden.

Die Luftbetankungsmaschinen der US Airforce und der Royal Airforce kommen immer öfter direkt von Stützpunkten in Großbritannien zu diesen Luftbetankungsmanövern über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg geflogen. Die Flugzone entwickelt sich also immer mehr zu einer Standardluftbetankungsübungszone der NATO-Staaten, die diese Luftbetankungsmanöver in dieser Häufigkeit über dem eigenen bewohnten Territorium für zu gefährlich halten.

Im Anschluß an Luftbetankungsmanöver kommt es in allen Flughöhen zu randaleähnlichen militärischen Luftkriegsübungen. Diese schließen Intercept- (neuerdings auch Air Combat Mission genannt), Tiefflug-, und Überschallflüge ein. Die Bundeswehr streitet ab, dass Flüge unterhalb der unteren Flughöhenbegrenzung für die hier abgebildeten Militärzonen etwas mit den Übungen in ihnen zu tun hätten. Das ist natürlich falsch und ein Versuch, die Gesamtbelastung der militärischen Übungen, die im Gebiet der ED-R 401 MVPA NE durch deren heimliche Aktivierung im Herbst 2013 immer weiter zunehmen, kleinzureden und mit statistischen Tricks zu vertuschen.

 

ED-R 401 MVPA NE: mittlerweile westlich bis Schwerin ausgeweitet. Seit ihrer heimlichen Aktivierung im Herbst 2013 wurde diese europaweit einmalig opake militärische Übungszone mehrmals in ihren Ausdehnungen geändert und erweitert, es wurden neue sog. BASIC-Sektoren hinzu- gefügt (z.B. über Hiddensee) – ohne Bürgerbeteiligung, Umweltverträglichkeitsprüfung und in Ignoranz sämtlicher demokratischer Mindeststandards und aller Klima- und Umweltschutzziele der Europäischen Union und Deutschlands.

Fragen zum ökologischen Aspekt der Luftkriegsübungen im Gebiet der ED-R 401 MVPA NE werden von der Bundeswehr, dem Bundesverteidigungsministerium und den Landesbehörden grundsätzlich, kategorisch und aus Prinzip nicht beantwortet. Es besteht ein großer Geheimnisringelpiez. Deshalb ist die ED-R 401 MVPA NE auch Thema für Extinction Rebellion, Fridays for Future und progressive linke und europäische politische Bewegungen.

 

Low Altitude Night Training Area ED-R 166: hier werden (oder sollen) nachts Abfangübungen in niedriger Flughöhe mit Kampfjets und anderen militärischen Fluggerätschaften geübt (werden). Nach dem militärischen Fluglärm des Tages gibt es also auch nachts Kampfjetlärm über Mecklenburg- Vorpommern.

 

Der Luftraum unterhalb der “offiziellen” unteren Flughöhenbegrenzung all dieser Zonen: Hier finden routinemäßig große Teile der werktäglichen Luftkampfübungen der Art statt, wie sie am 24.6.2019 zur Beinahekatastrophe in der Region Müritz führten. Alle Tief- und Tiefstflüge (bis unterhalb 300m) finden in diesem Luftraum statt und werden in Statistiken der Bundeswehr zum militärischen Flugaufkommen, welches mit der Aktivierung der ED-R 401 MVPA NE im Herbst 2013 plötzlich über bis dahin stillen Regionen des Nordostens Deutschlands einsetzte, unterschlagen.

Es wird das Flugaufkommen je Flugzone erfasst und es werden nicht die Flugstunden pro Flugzeug, sondern die sog. Nutzungsstunden erfasst. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass 5 Kampfjets mehr Lärm verbreiten als einer. Statt fünf Flugstunden wird so also nur eine Stunde in der Statistik erfasst – wenn überhaupt. Die Statistiken werden nach 3 Jahren gelöscht. Trotz ununterbrochener Bitten und Hinweise durch Bürgerinnen und Bürger werden diese Daten dennoch nicht durch die im Bundestag vertretenen Parteien, die gegenüber der Bundeswehr (Parlamentsarmee) eine Kontrollfunktion ausüben sollen, erfragt. Das kann nur als Absicht gewertet werden. Selbst die Linke schiebt „Formfehler“ vor, wenn es um die rechtzeitige Einreichung von parlamentarischen Anfragen geht. Wie links ist das denn!? So wird die Entwicklung der Militarisierung im Nordosten Deutschlands unsichtbar gemacht.

 

Der Fluglärm und die sonstigen Belastungen der Bevölkerung, die sich aus dem hoch riskanten militärischen Flugbetrieb über bewohnten Gebieten ergeben, werden so schön gerechnet. Das Parlament, welches solche Entwicklungen eigentlich kontrollieren und verhindern bzw. begrenzen soll, bekommt also “getunte” Statistiken vorgelegt, die die wahren Zustände im Nordosten Deutschlands verschleiern – und unterstützt solche fehlerhaften Statistiken, indem es Anfragen gar nicht oder zu spät stellt, zu unscharf formuliert, nie nachfragt usw.

 

Eine faktische Pressezensur zum Thema ED-R 401 MVPA NE verschärft den Informationsnotstand noch zusätzlich.

 

Dies ist ein Informationsangebot von Bürgerinnen und Bürger, die durch die Folgen der heimlichen Aktivierung der ED-R 401 MVPA NE im Herbst 2013 unmittelbar betroffen sind oder sich mit Betroffenen solidarisieren. Das Informationsangebot füllt ein journalistisches Vakuum aus, welches seit Jahren besteht.

 

Nachdruck nur nach Rückfrage und Quellenangabe.

Alternative Fakten: „Eurofighter-Flüge vorerst eingestellt“ (NDR, Nordkurier usw) | 26.6.2019 : Eurofighter aus Rostock Laage und aus anderen Stützpunkten führen routinemäßige Luftkriegsvorbereitungen über der Region Müritz und in anderen Sektoren der Flugzone ED-R 401 MVPA NE aus

„Eurofighter-Flüge vorerst eingestellt“

Quelle: ARD / ndr https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Nach-Eurofighter-Absturz-Flugdatenschreiben-gefunden,eurofighter200.html

„Laage. Nach dem Absturz von zwei Kampfjets des Luftwaffengeschwaders 73 „Steinhoff” bei Malchow soll der Flugbetrieb dort Anfang kommender Woche wieder aufgenommen werden. Das kündigte die Luftwaffe am Mittwoch an.“

Quelle: https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/eurofighter-flugbetrieb-beginnt-anfang-naechster-woche-wieder-2635918306.html

„Luftwaffe setzt Flüge nach Eurofighter-Unglück aus … In dieser Woche werden von Laage voraussichtlich keine Kampfjets mehr starten. … Da die Unglücksursache noch unklar sei, werde der Flugbetrieb ausgesetzt. Auch die Crews müssten den Vorfall erst verarbeiten.“

Quelle: https://www.nordkurier.de/node/359026

edr401mvpa.wordpress.com informiert: Es handelt sich um eine unwahre Behauptung, die durch fast alle Massenmedien Deutschlands direkt aus der PR-Feder der Bundeswehr übernommen und offenbar ungeprüft verbreitet wurde und wird: Auch im Rest dieser Artikel finden sich – von ndr, über Nordkurier, Zeit bis SVZ und andere – identische Textbausteine, wie sie auch direkt in einem Artikel auf der Werbeseite der Bundeswehr, https://www.luftwaffe.de/ zu finden sind. Übrigens: in diesem Artikel steht deutlich, dass es sich bei dem Katastrophenflug nicht um einen Tiefflug handelte. Und warum das nicht der Fall war. Bitte auch mal luftwaffe.de lesen, liebe Parlamentarier. Da der Artikel eigentlich in peinlich einfacher Sprache geschrieben ist, dürften selbst zeitknappe PolitikerInnen in der Lage sein, die untaugliche Verengung auf Tiefflüge aus diesem Anlass fallen zu lassen und endlich das wahre Problem, nämlich sämtliche Luftkampfübungen in allen Flughöhen, zu adressieren. Alle Artikel der genannten Zeitungen und Sender erwähnen z.B., dass die Fahnen in Laage auf Halbmast wehen. Ein wichtiges Detail – direkt von luftwaffe.de abgeschrieben , wie auch andere Sätze und Textblöcke! Touché! Da wir schon dabei sind: Wo noch?! Der taz sind die Abstürze übrigens gleich nur eine Agenturmeldung unten links auf einer hinteren Seite wert. Null Kommentar, null Wertung, null Followup. So links ist die taz.

Folgende MLAT Aufzeichnung zeigt, wie am 26.6.2019, also zwei Tage nach dem Unglück mindestens drei Eurofighter oder Tornados (wäre ja auch echt dreist, Eurofighter nur zwei Tage nach dem Unglück über die Region Müritz zu schicken – oder? ) über der Katatstrophenregion Müritz / Mecklenburger Seenplatte gleiche Manöver fliegen, wie sie werktäglich mehrstündig nahezu gesamt Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg verlärmen. Seit vorgestern wissen wir auch, dass diese Flüge außerdem ein enorm erhöhtes Risiko für alle Einwohner und Besucher der ED-R 401 MVPA NE darstellen. Die Kampfjets flogen am 26.6.2019 erneut in dem Höhenband riskante Manöver, in dem sich vor zwei Tagen bereits der Zusammenstoß ereignete.

Nordkurier:  Falsche Aussagen zur ED-R 401 MVPA NE und Themenverschiebung und Einengung auf Tiefflüge.

In einem Artikel vom 26.6.2019 ( https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern-brandenburg/nordosten-ist-tiefflug-zone-2635909506.html ) werden ein Reihe von fehlerhaften Darstellungen mit veraltetem Kartenmaterial kombiniert.

Die aktuell bestehende geografische Ausdehnung der FlugzoneED-R 401 MVPA NE, der sog. Tankerovale und der Nachtflugzone ED-R 166 finden Sie hier: https://edr401mvpa.wordpress.com/2019/06/27/aktuelle-ausdehnung-der-militaerischen-flugzonen-ed-r-401-mvpa-ne-und-ed-r-166-ueber-mecklenburg-vorpommern-und-brandenburg

Es wird behauptet, bei der ED-R 401 MVPA NE würde es sich um eine Tiefflugzone handeln. Gezeigt wird ein Umriss der Flugzone, der bereits seit Monaten aufgrund von weiteren – wieder klammheimlich ausgeführten – Erweiterungen der Flugzone obsolet ist: Die Flugzone ED-R 401 MVPA NE ist nun viel größer, als vom Nordkurier dargestellt. Die genauen aktuell gültigen Umrisse sehen Sie in Kürze auf der Startseite dieser Website als Aktualisierung zum dort auffindbaren Paper von Braunstein & Leisegang.

Die Flugzone ED-R 401 MVPA NE ist per Definition keine Tiefflugzone. Diese Kernaussage des Nordkurier ist falsch – und bedient die uninformierte Verengung auf Tiefflüge. Allerdings ergeben sich aus den Übungen, die im Luftraum dieser Zone geflogen werden, riskante Flugmanöver im Luftraum unterhalb der unteren Höhenbegrenzung dieser Flugzone. Also auch Tiefflüge. Tiefflüge sind damit eine Folge der Übungen, die in der ED-R 401 MVPA NE ausgeführt werden. Tiefflüge dürfen überall in Deutschland zu jeder Zeit ausgeführt werden. Tiefflüge unterhalb von 300m sind per „Tiefflugkontingent“ – interne hier auch Tieffluglatrate genannt* – im Gebiet der ED-R 401 MVPA NE zusätzlich Routine. Aber nicht Bestandteil der Definition der ED-R 401 MVPA NE und ihrer Bestimmung. Deshalb tauchen Flüge, die unterhalb der unteren Flughöhenbegrenzung der Flugzone ausgeführt werden, wie z.B. möglicherweise die Katatstrophenflüge vom 24.6.2019 (!), nicht in der Statistiken zur ED-R 401 MVPA NE auf, die die Grünen (siehe weiter unten) auch gerne zur Grundlage für die Forderung nach Verlagerung von militärischen Flugbetrieb nach Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg benutzen.

Zitat luftwaffe.de: „Bei der Air Combat Mission handelt es sich nicht um Tiefflüge. Solche finden auf rund 1.000 Fuß, also in rund 333 Metern Höhe, statt. Kampfmanöver wie die Air Combat Mission finden weit höher, nie unter 8.000 Fuß, rund 2.600 Metern Höhe statt.“ D.h. dass die Katstrophenflüge möglicherweise unterhalb der unteren Höhenbegrenzung für die über der Region Müritz liegenden Sektoren stattfand. Also unterhalb von Flight Level 100, also unterhalb von 10000 Feet, also unterhalb von ca. 3000m. D.h. diese Flüge würden z.B. nicht in der von den Grünen (siehe weiter unten) erfragten Statistik vorkommen. Denn diese Flüge würden dann im Luftraum unterhalb der Flugzone ED-R 401 MVPA NE stattgefunden haben. Möglicherweise sogar im sog. „unkontrollierten Luftraum“, der unterhalb von ca. 3000m beginnt und in dem militärische Flüge jederzeit stattfinden dürfen. Hier fliegen auch oft Sportflugzeuge, in direkter Nachbarschaft mit tief fliegenden Kampfjets (diese Website bezeichnet auch Flüge unterhalb von 3000m als Tiefflüge – weil sie als solche wahrgenommen werden). Interessant ist dabei vor allem auch, dass es sich dabei um Routineflüge, also ständig wiederholte Flugmuster handelt. Das legen der Artikel auf luftwaffe.de und die Berichterstattung der Medien nahe. So auch möglicherweise heute, am 26.6.2019: Große Teile der heutigen Luftkampfübungen fanden erneut unterhalb der unteren Flughöhenbegrenzung der ED-R 401 MVPA NE ausgeführt – also in Statistiken zu deren Nutzung wahrscheinlich nicht aufgeführt.

Die vom Nordkurier genannte Quelle (Drucksache 19/2553) behauptet nicht, dass es sich bei der ED-R 401 MVPA NE um eine Tiefflugzone handelt. In den Anlagen zur Drucksache ist ein mittlerweiler veralteter Auszug aus dem Militärischen Luftfahrthandbuch zu sehen. Die Zusammenstellung und Aufmachung der Grafik des Nordkuriers ist irreführend. Die Drucksache definiert die ED-R 401 MVPA NE nicht als Tiefflugzone. Auch die Bundeswehr – wie es die Grafik vermuten lässt – tut dies nicht. Zusätzlich werden die Betroffenen der Flugzone ED-R 401 MVPA NE im Nordkurierartikel gegeneinander in Stellung gebracht. Es ist nicht zutreffend, dass nur in bestimmten Gebieten der ED-R 401 MVPA NE Luftkampfübungen geflogen werden. Die Luftkampfübungen mögen in bestimmten Hotspots häufiger als anderswo wahrgenommen werden, sie verlärmen aber die gesamte militärische Flugzone ED-R 401 MVPA NE. In bestimmten Gebieten, z.B. Stechlin-Ruppin, kommen gehäuft extreme Tiefflüge vor, in anderen Überschallknalle, in anderen dröhnen oft Luftbetankungsflugzeuge, Hiddensee und Rügen werden oft durch die Zielflugzeuge der GFD mbH heimgesucht. Usw usf. Die werktäglichen Luftkampfübungen werden ständig ausgeweitet – es wird also überall in der ED-R 401 MVPA NE zu immer mehr militärischem Luftkriegslärm kommen. Es wird dann keine Schwerpunkte mehr geben – sondern die gesamte Zone wird militärisch dröhnen. Die Aussage bedient also am ehesten die neuerdings erhobenen Forderungen, die militärischen Flugübungen über eng begrenzten Gebieten innerhalb der ED-R 401 MVPA NE zu beenden. Die Übungen würden dann in anderen, weniger kommerziell ausgeschlachteten Gebieten der ED-R 401 MVPA NE stattfinden.

Die Grünen erheben übrigens mit der Zielrichtung der o.g. Drucksache die Maximalforderungen der Bundeswehr zu ihrem Ziel. Die genannte Anfrage der Grünen hat erhebliche inhaltliche Schwächen und subsumiert die ED.R 401 MVPA NE unter die seit Jahrzehnten bestehenden „normalen“ TRA Zonen der Bundesrepublik. Weder kommt die Besonderheit der ED-R 401 MVPA NE zu Wort, noch wird deutlich, dass die Datengrundlage für die ED-R 401 MVPA NE unvollständig ist. Es soll der Eindruck erweckt werden, in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg herrsche „himmlische Ruhe“ – wie es oft von der „Bürgerinitiative gegen Fluglärm und Umweltverschmutzung“ aus dem Saarland kolportiert wird. Diese BI tritt gegenüber edr401mvpa.wordpress.com äußerst aggressiv und pampig auf. Die Sprache ihrer e-mails ist von ausländerfeindlichen Formulierungen gespickt. Die BI arbeitet mit dem Grünen Abgeordneten Tressel zusammen, der diese und aktuell eine ähnliche Anfrage im Bundestag initiiert hat. Bündnis90/Grüne MV und Brandenburg positionierten sich bis vorgestern selbst nach mehrfacher Anfrage durch diese Website nicht zur ED-R 401 MVPA NE! Das ist hier nachzulesen. Sie müssten sich nämlich für die Flugzone positionieren – wollen Sie nicht der Stoßrichtung ihrer Bundespartei in die Quere kommen. Gleiches gilt für die Grünen Brandenburg, die sich bis jetzt nicht zum Unfall geäußert haben, soweit hier momentan bekannt ist. Forderungen der Grünen in MV, die nach dem Unfall aufkamen, wonach Flüge nach Skandinavien verlegt werden sollen, in „menschenleere Regionen“, sind ebenso unökologisch, wie sie arrogant sind. Und sie erinnern fatal an die Sprachregelung, die die Befürworter der Verlegung von Militärlärm und Luftkampfübungen nach Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sie pflegen: „menschenleere Gegenden“. Oder auch: „dünn besiedelt“. Auch diese Mähr macht sich der Nordkurier zu eigen. Dabei hat selbst die Bürgermeisterin von Nossentin – und die ist CDU, Nordkurier! – betont, dass sich in der Saison viele Urlauber allein in ihrem Ort aufhalten. Was der Nordkurier auch verschweigt: die ED-R 401 MVPA NE betrifft hunderttausende EU-Bürgerinnen und Bürger, die hier leben. Wie verwurzelt ist der Nordkurier eigentlich im Norden, wenn er solche polemischen Unschärfen publiziert und wider besseren Wissens einen Artikel voller Unwahrheiten zum Kontext des immer weiter ansteigenden militärischen Flugbetriebs über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg publiziert – und das nicht zum ersten mal.

 

Zum Schluß wird noch die beliebte Watsche draufgesetzt: Wahlweise sind es „die Russen“ oder – wie hier – die DDR, in der es ja angeblich lauter gewesen sein soll. Was die militärische Fluglärmproblematik betrifft. Dies sei ein Fakt. Belegt wird nichts. Naja…

 

5.6.2019: MODE S FAKING | militärischer Fluglärm über der Mecklenburger Seenplatte, der Ostseeins el Rügen, über Vorpommern und Nordbrandenburg | Fluglärmexport aus der ED-R 401 MVPA NE nach Sachsen | LION R AVEN BARON HG ACER JOKER STONE GAFR JUDGE SKYHWK SHOCK

MLAT Visualisierung vom 5.6.2019

Die Aufzeichnungen geben nicht die tatsächliche Anzahl an Kampfjets wider, die am 5.6.2019 für militärischen Fluglärm im Gebiet der ED-R 401 MVPA NE und darüber hinaus gesorgt haben. Ein Teil der Kampfjets flog in die Luftkriegsübungszone in Sachsen, die sich ca. im Dreieck Leipzig – Dresden – Chemnitz befindet. Es handelt sich um militärischen Fluglärmexport, der in der heimlichen Aktivierung der Luftkriegsübungszone ED-R 401 MVPA NE im Jahr 2013 und in deren ständiger heimlichen Ausweitung über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg seine Ursache hat.

Auf den Fotos sehen Sie einen fotografischen Abgleich der zeitgleich mit der MLAT Aufnahme getätigt wurde. Aktive MODE S Transponder waren während des Anfluges aus Rostock Laage nach Sachsen nur für 4 der insgesamt 8 Kampfjets zu identifzieren, während der Luftkriegsübungen über Sachsen waren nur 5 von 8 Kampfjets per MODE S Transponder identifzierbar. Die Bundeswehr antwortet bis heute nicht auf Fragen, ob MODE S Transponder in den Kampfjets aktiv außer Betrieb gesetzt werden, um so das tatsächliche Ausmaß der Militarisierung und militärischen Umweltzerstörung vor den Bürgerinnen und Bürgern zu verheimlichen.

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U.a. in den Aufnahmen sichtbare Kampfjet-Callsigns: LION RAVEN BARON HG ACER JOKER STONE GAFR JUDGE SKYHWK SHOCK

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Bild oben: Per MODE S MLAT sind zu diesem Zeitpunkt am Ort der Aufnahme zwei Kampfjets mit Callsign RAVEN auszumachen. Tatsächlich sind RAVEN 1,2,3 und 4 in ca. 8000 – 10000m Höhe auf dem Weg von Rostock Laage in die Luftkriegsübungszone in Sachsen, im Dreieck Leipzig – Dresden – Chemnitz

 

BARON 1 und 2, in ca. 8000m bis 10000m Höhe auf dem Weg nach Sachsen. Per MODE S MLAT war zum Aufnahmezeitpunkt am Standort der FotografIn allerdings nur ein Kampfjet sichtbar.

 

BARON 1 und 2 helfen kräftig mit – bei der Klimakatastrophe.

 

Mit durchdringendem Donner fliegen die Eurofighter/Tornados (?) RAVEN 1,2,3 und 4 aus der ED-R 401 MVPA NE in die TRA Sachsen, um dort für ca. 40 Minuten Luftkrieg zu spielen. Dabei heizen sie ordentlich die Klimaerwärmung an.

Die Eurofighte oder Tornados 7 und 8, naämlich ACES 1 und 2, flogen weniger hoch und konnten so nicht fotografiert werden, da sie sich nicht durch Kondensstreifen verrieten.

MLAT Quelle: https://adsbexchange.com

4.6.2019: militärischer Fluglärm über der Mecklenburger Seenplatte, der Ostseeinsel Rügen, über Vorpommern und Nordbrandenburg | Airbus Testflüge | PTO Fluglärm | BARON GAFR SCARE ACES STONE HG

MLAT Visualisierung vom 4.6.2019

Die Aufzeichnungen geben nicht die tatsächliche Anzahl an Kampfjets wider, die am 4.6.2019 für militärischen Fluglärm im Gebiet der ED-R 401 MVPA NE gesorgt haben. Ein Teil der Kampfjets flog vermutlich in Luftkriegsübungszonen im übrigen Bundesgebiet oder kam von dort für Übungen in die Flugzone ED-R 401 MVPA NE. Es handelt sich um militärischen Fluglärmexport, der durch die heimliche Aktivierung und ständige Ausweitung der Luftkriegsübungszone ED-R 401 MVPA NE über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg entstanden ist.

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U.a. in den Aufnahmen sichtbare Kampfjet-Callsigns: BARON GAFR SCARE ACES STONE HG

Quelle: https://adsbexchange.com

3.6.2019: militärischer Fluglärm über der Mecklenburger Seenplatte, der Ostseeinsel Rügen, über Vorpommern und Nordbrandenburg | Fluglärmexport aus der ED-R 401 MVPA NE nach Sachsen | RAVEN JUDGE HG BONES

MLAT Visualisierung vom 3.6.2019

Die Aufzeichnungen geben nicht die tatsächliche Anzahl an Kampfjets wider, die am 3.6.2019 für militärischen Fluglärm im Gebiet der ED-R 401 MVPA NE gesorgt haben. Ein Teil der Kampfjets flog vermutlich in die Luftkriegsübungszone in Sachsen, die sich ca. im Dreieck Leipzig – Dresden – Chemnitz befindet. Es handelt sich um militärischen Fluglärmexport, der durch die Aktivierung der Luftkriegsübungszone ED-R 401 MVPA NE über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg entwickelt hat.

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U.a. in den Aufnahmen sichtbare Kampfjet-Callsigns: RAVEN JUDGE HG BONES

Quelle: https://adsbexchange.com

29.5.2019: militärischer Fluglärm über der Mecklenburger Seenplatte, der Ostseeinsel Rügen, über Vorpommern und Nordbrandenburg | MONSTR JUDGE FATE DARK LION ACES LANCE NOBLE RAVEN HG

MLAT Visualisierung vom 29.5.2019

Die Aufzeichnungen geben nicht die tatsächliche Anzahl an Kampfjets wider, die am 29.5.2019 für militärischen Fluglärm im Gebiet der ED-R 401 MVPA NE gesorgt haben.

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U.a. in den Aufnahmen sichtbare Kampfjet-Callsigns: MONSTR JUDGE FATE DARK LION ACES LANCE NOBLE RAVEN HG

Quelle: https://adsbexchange.com