12.9.18: Nebenwirkung

Mal was anderes, als immer nur Kampfjets:

Zwei Transporthubschrauber auf Kranichhöhe in Richtung Müritz unterwegs. Und mit Kranichhöhe sind nicht die Kraniche auf den Heckflossen der Lufthansa-Linienflieger gemeint!

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Und über uns die Starfighter

Entsprechend der Vorhersage fand der Flugbetrieb heute in mehreren Wellen am Nachmittag und Abend statt.

Noch um 21 Uhr hörte man draußen das Fauchen der Triebwerke und sah die Positionslichter über den Sternenhimmel flackern. Zu sehen und zu hören waren wieder mal mehr Kampfjets, als per Internetradar angezeigt wurden.

SCARE, JUDGE, IRON und die Vielflieger von der Gesellschaft für Luftzieldarstellung mbH verlärmten heute die Sektoren JANIN und TINA, also die Streifen von Tribsees bis in die Prignitz, bzw. von Jarmen bis runter nach Wesenberg.

20.9.2018 – Militärischer Fluglärm über Ostprignitz-Ruppin, Stechlin-Ruppin, Rheinsberg/Zechlin (ED-R 401 MVPA NE)

Gegen 10.15 Uhr kam es im Raum Stechlin-Ruppin wieder zu Lärmbelastungen Kriegsflugzeuge. Vermutlich sehr hoch fliegend, sind sind diese Lärmschleudern per Sekundärradar (MLAT) nicht sichtbar, d.h. diese militärischen Flüge werden vermutlich wieder in keiner Statistik der Bundeswehr auftauchen – so die denn überhaupt parlamentarisch erfragt werden.

Veröffentlichen Sie Ihre Beobachtungen von militärischem Fluglärm im Gebiet der Flugzone ED-R 401 MVPA NE hiere! Schreiben Sie uns einfach eine e-mail: edr401mvpa@posteo.eu

Vorhersage für den 20.9.2018 für das Gebiet der ED-R401FZ

Und hier für alle Lärmgeplagten noch die Vorhersage für den 20.9.2018 für das Gebiet der ED-R401FZ, herausgegeben von der Bundeswehr, Zentrum für Luftoperationen:

In der gesamten Zone ED-R401FZ ist zwischen 13:15 und 20:40 Uhr mit Fluglärm zu rechnen. Eventuelle Sichtungen von Militärflugzeugen sind nicht zufällig.

Quelle: http://www.milais.org

Nachtrag 3.9.18: Flugbeobachtungen

Würde diese Woche endlich mal ruhig beginnen? Wie, jetzt? Natürlich nicht!

Am Montag waren lt. Internetradar mindestens vier Kampfjets im Einsatz und verlärmten:

  • Nordbrandenburg zwischen Putlitz und Rheinsberg
  • das Gebiet zwischen Waren / Müritz, Güstrow und Demmin
  • Teterow, Malchin, Reuterstadt Stavenhagen
  • die Ostsee östlich von Rüge, von den Militärs auch liebevoll Danger Area Pomeranean Bright genannt, oder im Militär-A-Kü-Fi auch ED-D47

Fluglage am 13.9.18: Business As Usual

Am Donnerstag wurden die werktäglich üblichen Einsätze geflogen: vormittags, nachmittags, abends.

Die Bilder im Anhang erheben leider keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da z.B. gegen 16:30 an der Müritz sehr wohl Fluglärm zu hören war, aber im Internetradar keine Kampfjets zu sehen waren.

Der Gipfel: Richter JUDGE hatte Spätschicht und verpestete den lauen Spätsommerabend noch bis ca. 21:30 Uhr. Dem Krach nach zu urteilen, muß er jemanden gejagt haben.

Betroffen waren heute:

  • Das Bermuda-Dreieck Ribnitz-Damgarten – Tribsees – Tessin;
  • das Gebiet zwischen Plau am See und Gnoien;
  • die Gegend um Neubrandenburg und Altentreptow;
  • das Schicksal (FATE) schlug auch zu zwischen Meyenburg, Gransee, Neubrandenburg, den Mecklenburgischen Oberseen, Krakow, Güstrow und in einem Korridor raus auf den Greifswalder Bodden.

18.9.2018 – Militärischer Fluglärm über Mecklenburg-Vorpommern , Brandenburg, den Ostseeinseln Rügen und Hiddensee und anderen ehemals ruhigen Naturlandschaften des Nordostens Deutschlands (ED-R 401 MVPA NE)

Nachfolgend finden Sie Visualisierungen eines Teils des militärischen Fluglärms vom Tage, der auch heute wieder routinemäßig in der gesamten, im Herbst 2013 heimlich aktivierten, militärischen Fluglärmzone ED-R 401 MVPA NE, bleiern über der Landschaft lag. Die anhängenden animierten GIFs (Bilder) zeigen die zeitliche Verteilung eines Teils der heutigen Luftkriegsübungen über hunderttausenden EU-Bürgern im Nordosten Deutschlands. Eventuell hängen auch statische Gesamtansichten von Flugrouten von identifzierten Kriegsflugzeugen an. Diese visualieren dann die Flugdichte der Kriegsflugzeuge für den Tag und lösen sie geografisch auf.

Gegen 17 Uhr ist auch heute wieder die „Buchung“ des Luftraums ED_R 401 MVPA NE durch den Eurofighter-Hersteller Airbus Industries zu sehen, der zu dem Zeitpunkt wieder ein Testflugzeug in den Tiefflug über den Müritz Nationalpark einschwenken lässt. Ach wie schön ist doch die Selbstbedienung!

Auch am 18.9.2018 gab es wieder routinemäßige und spätabendliche militärische Flächenverlärmungen von Mecklenburg-Vorpommern. Vor wenigen Wochen noch als „temporäre“ Erhöhung des mililtärischen Fluglärms im Gebiet der ED-R 401 MVPA NE durch die Nachrichtenorgane der Bundeswehr verlautbart, ist diese Erhöhung des militärischen Fluglärms nun, wie das auch vorher immer so gehandhabt wurde, gar nicht mehr temporär… ein bekanntes Muster, das aber von den Bewohnern der ED-R 401 MVPA NE aus unbekannten Gründen nicht erkannt wird (wahrscheinlich wurde diese Zone deshalb auch genau hier eingerichtet …).

Die hier gezeigten Aufzeichnungen basieren auf dem sog. MLAT-Verfahren (zur Begriffsbestimmung am besten Wikipedia befragen) und sind deshalb, technisch bedingt, unvollständig. Die Erfassung von militärischem Fluglärm durch Bürger wird durch die Bundeswehr technisch aktiv behindert. Eine Methode ist die Abschaltung der sog. MODE-S-Transponder an Bord der Kampfflugzeuge. Die Folge davon sind typische Aufzeichnungen, in denen z.B. nur ein Kampfjet zu sehen ist, während vor Ort ein Vielfaches an Kampfjets zu hören war. Oder es sind nur kommerzielle Luftkriegsübungsunterstützungsflugzeuge der GFD GmbH und anderer Unternehmen (wie der Canadian Air Discovery Services) zu sehen. In deren weiterer Umgebung lärmen dann üblicherweise mehrere Kampfflugzeuge. Sehen Sie nur ein Tankflugzeug (oft COBO als Kennzeichen), der Ovale über den klarsten Seen Deutschlands fliegt (und dabei toxischen militärischen Treibstoff JP8 bei Betankungsvorgängen ablässt), so sehen Sie u.U. auf den Aufzeichnungen kurz anfliegende Kampfjets „aufblitzen“, oder es werden nur ab und zu oder gar keine Kampfjets angezeigt. Es kommt auch regulär vor, dass Sie Kampfjetlärm über Ihrem Aufenthaltsort hören, diesen aber nicht in den Aufzeichnungen nachvollziehen können. Die Lokalisierung der einzelnen Kampfjets ist möglicherweise nicht korrekt.

Es werden nicht alle „Missionen“ am Tag erfasst.

Diese Aufnahmen visualisieren nur den Trend. Der tatsächliche Fluglärm vor Ort liegt erfahrungsgemäß um ein Vielfaches höher. Geschätzt liegt die Anzahl der lärmenden Kampfjets um das Doppelte oder Dreifache höher, als die in den Aufnahmen sichtbare Anzahl von Kampfjets. Gleiches dürfte für die Anzahl der einzelnen Missionen gelten, die durch diese Aufnahmen unterscheidbar und sichtbar gemacht werden.

Zusätzlich kommt noch der Fluglärm des um ca. 30% gestiegenen (seit 2016, Quelle: Nordkurier) zivilen Flugaufkommens über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg hinzu, der zeitgleich zu militärischen Luftkampfübungen durch diese bzw. durch aktive militärische Übungssektoren hindurchgeführt wird (Alleinstellung der ED-R 401 MVPA NE gegenüber den TRA in Westdeutschland, europaweit einmalig, auf den Konzepten „Single European Sky“ und „Flexible Use of Airspace“ der Europäischen Kommission basierend -> siehe Erklärung auf der Startseite dieser Website)

Die anhängenden animierten GIF Dateien sind stark komprimiert. Die Aufnahmen liegen in größerer Detailschärfe im Original vor. Sie können in einigen Grafikprogrammen die Einzelbilder dieser animierten GIF-Bilder ansehen. So können Sie rekonstruieren, welcher Kampfjet möglicherweis über Ihrem Wohnort für Schrecken und Krach sorgte. Sie können uns auch zu konkreten Daten nach Aufzeichnungen befragen.

Sollten Sie Fragen haben, stellen Sie diese am besten in unserer Mailingliste (siehe Menüeintrag linksseitig) oder schicken Sie uns eine e-mail.

Veröffentlichen Sie Ihre Beobachtungen von militärischem Fluglärm im Gebiet der ED-R 401 MVPA NE (auch unter den Bezeichnungen „Mecklenburg-Vorpommern“ und „Brandenburg“ bekannt) und beschweren Sie sich bei der Beschwerdestelle der Bundeswehr ( mailto:fliz@bundeswehr.org )sowie Ihrer/m Abgeordneten im Bundestag.

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