Braunstein & Leisegang: ED-R 401 MVPA NE – Die heimliche (Re)Militarisierung von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg

Wir veröffentlichen mit freundlicher Genehmigung der Autoren die erste und einzige Tiefenrecherche zum Vorgang der heimlichen Einrichtung und Erweiterung der militärischen Flugzone ED-R 401 MVPA NE, zu ihrer Einzigartigkeit, zur heimlichen Aktivierung des militärischen Regelflugbetriebes über Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg, zur Vertuschung dieser Zone durch Medien, Parteien und Politiker.

Momentan ist dieses Dokument nur als PDF Faksimile erhältlich. Im Laufe der Zeit wird sich dies sicherlich ändern. Interessierte Journalisten können uns oder die Autoren kontaktiern, um ein Text-PDF Dokument zu erhalten. Bitte kontaktieren Sie uns per email über die Domain Ihrer Organisation, damit wir jounalistische Anfragen verifizieren können.

Auszugweise Zitate nur mit Quellenangabe, keine militärische Nutzung! Keine Veröffentlichung ohne Zustimmung der Autoren.

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ED-R 401 MVPA NE – Die heimliche (Re)Militarisierung von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg (Faksimile PDF – in manchen PDF-Viewern nur unvollständig sichtbar)

Quellen zum PDF 1

Quellen zum PDF 2

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NDR Zensur zur (Re)militarisierung von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg durch Tornado-Ausbildungsverlegung nach Jagel

Bundeswehrpropaganda pur: der NDR berichtet seit über drei Jahren nicht über die heimliche Einrichtung von täglichem militärischem Flugbetrieb über der Hälfte des Landes Mecklenburg-Vorpommerns (der rbb berichtet analog nicht darüber, obwohl der Norden Brandenburgs Teil der militärischen Lärmzone ED-R 401 MVPA NE geworden ist), obwohl seinen Journalisten und Chefredaktionen detailierte Informationen zum undemokratischen Vorgang der verheimlichten Remiliatrisierung Ostdeutschlands mehrfach zugesandt wurden. Eine Suche beim NDR ergibt folgendes Bild:

NDR ED-R 401 MVPA NE Zensur

Nun berichtet der NDR in einem kurzen „Hochglanzbeitrag“ (es fehlt eigentlich nur noch sanfte Klaviermusik zur Untermalung) wie nebenbei über die katatstrophale Remilitarisierung von Schleswig-Holstein.

Wie schon in der Folge der heimlichen Aktivierung von werktäglichem Luftkrieg in der ED-R 401 MVPA NE über Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg – die ja ebenfalls auch unter dem Vorwand der Rückholung der Eurofighter-Ausbildung aus den USA und Kanada nach Deutschland eingerichtet wurde -, wird der Bundeswehr auch gleich Gelegenheit gegeben, ihre abwiegelnde, schönfärbende Sicht der Dinge unkommentiert in die Kamera zu sprechen. Kritiker kommen natürlich nicht zu Wort. Die Aussage, wonach der Fluglärm nur so ein bißchen, so auf das Niveau 2004 oder 2005 (oder so), zunehmen werde, wird völlig unkommentiert gesendet, obwohl es doch tatsächlich, sogar nach Aussage der Bundeswehr, eine Fluglärmsteigerung um dreitausend (3000 !) „Flüge“ pro Jahr (?) geben werde. Es werden zusätzlich vierzehn (14 !) Tornados über das dicht besiedelte Deutschland donnern. Die militärische Lärmzone ED-R 401 MVPA NE, in der in Wahrheit und im Gegensatz zur militärischen Schönfärberei eine Fluglärmsteigerung um praktisch 100% seit ihrer heimlichen Überführung in den Eurofighter´schen Regelbetrieb stattgefunden hat, wird mit Sicherheit ebenfalls mit dem Lärm der Tornados aus Jagel zusätzlich verseucht werden. Das verschweigt der smarte Bundeswehr-Oberst natürlich – und auch der NDR verschweigt das.

9. Von welchen Luftwaffenbasen aus wird die ED-R 401 bzw. der unter ihr
liegende Luftraum für Tiefflüge besonders häufig angeflogen?
Hauptnutzer der ED-R 401 VPA sind das Taktische Luftwaffengeschwader 73
„Steinhoff“ in Laage und das Taktische Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“
in Jagel sowie militärische Unterstützungsflüge von den Flugplätzen Hohn und
Köln.

 

Der Beitrag des NDR ist grob irreführend, schlecht und unvollständig recherchiert und dazu angelegt, die Bevölkerung mittels militärischer Propaganda einzulullen. Anstatt journlistisch korrektiv tätig zu werden, ziehen es die saturierten Chefredakteure des NDR vor, handzahme Bundeswehrpropganda zur Prime-Time zu versenden, während prekär ausgebeutete redaktionelle Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Senders (viele Journalisten werden beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk als „Feste Freie Mitarbeiter“ beschäftigt, haben also kaum Kündigungsschutz, schlechten Versicherungsschutz und unterliegen dennoch den Weisungen der festangestellten Chefredakteure und Abteilungsleiter) Themen von Belang nicht recherchieren und veröffentlichen dürfen – stattdessen werden sie z.B. mit dem hier portraitierten Schönfärben von handfester Militarisierung beschäftigt.

 

ED-R 401 MVPA NE wird geschlossen | ED-R 401 MVPA NE will be shut down

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments beschlossen heute mehrheitlich, dass die militärische Versuchszone, im Herbst 2013 heimlich eingerichtet, eine grobe Verletzung der Werte der Europäischen Union darstellt. Die Zone wird deshalb mit sofortiger Wirkung geschlossen.

MP´s of the European Parliament today announced the closure of secretly established military air noise zone ED-R 401 MVPA NE due to an apparent mismatch of the zone with core values of the European Union. The zone will be shut down effective immediately.

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28.3.2017 – Militärischer Fluglärm über Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg | 28th March 2017 – repeated military flight noise above north east Germany

Jagdszenen vom 28.3.2017 aus Militärisch-Vorpommern und Militärisch-Brandenburg, Folge der heimlichen Einrichtung des täglichen militärischen Regelflugbetriebes (im Klartext: Militarisierung zum Zwecke der Kriegsvorbereitung) über halb Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg im Herbst 2013. Seitdem besteht in der ED-R 401 MVPA NE eine beständige Dosiserhöhung der Militarisierung mittels Kampfjetfluglärm in allen Flughöhen, vorwiegend aber unterhalb der für diese Zone geltenden Mindestflughöhe von 3000m. Tief- und Tiefstflüge sind in allen Sektoren der Zone integraler Bestandteil der täglichen Luftkampfmanöver , wenn auch durch Bundeswehr & co routinemäßig geleugnet, verharmlost und „vereinzelfallt“. Die Steigerung des militärischen Fluglärms seit 2013 ist hingegen ein Fakt, der sich sogar aus den unvollständigen Statistiken der Bundeswehr ergibt (vgl. Antworten auf parlamentarische Anfragen von B90/Grüne, Linke). Wenn nun nur die östlichen Sektoren der Zone ED-R 401 MVPA NE (z.B. Feldberger Seenlandschaft, Rheinsberg, Zechlin, Teile des UNESCO – Gebietes Serrahn/Müritz, Rügen, Hiddensee), die bis zum Herbst 2013 gar nicht routinemäßig von militärischem Fluglärm betroffen waren, herangezogen würden (was absichtlich durch die Bundeswehr, Journalisten und Politiker verhindert und nicht kommentiert wird), würde sich eine Steigerung von 100% ergeben.

Die Zone ist europa- und weltweit einmalig (vgl Deutsche Flugsicherung (DFS) / Eurocontrol), bezüglich der „Flexibisierung“, also der Vermischung von zivilem und militärischem Flugverkehr: Ziviler Flugverkehr summiert sich zum militärischen Fluglärm in der Zone hinzu, wenn gleichzeitig militärische Flugübungen laufen. Zivile Linienmaschinen durchfliegen immer öfter aktive Luftkampfübungszonen. Als dritte „Lärmsäule“ scheinen regelmäßige Testflüge von Airbus Industries in dieser Zone etabliert zu werden: In allen Flughöhen ziehen A380, A600M und ähnlich große Vögel bis zu stundenlange Testkurven innerhab der Zone und gehen dabei offenbar auch auf unter 2000m Flughöhe, was am Boden einen zusätzlich hohen Lärmpegel erzeugt.

Gleichzeitig wurden auch noch die letzten rudimentären Reste von Transparenz klammheimlich abgeschafft, wie sie noch für sog. TRA (Temporary Reserved Airspace) Flugzonen gelten: die Belegungsplanung des Airspace Use Plan ist für TRA-Zonen für 3 Tage im Voraus online im Web AUP für jeden Bürger einsehbar. Für die ED-R 401 MVPA NE gibt es das nicht mehr. Bürger werden von der Bundeswehr im Web AUP dümmlich auf geschlossene Systeme der DFS/Eurocontrol (Stanly Acos) verwiesen und es wird so getan, als ob Bürger hier vergleichbaren Einblick hätten. Stanly Acos ist das nichtöffentliche Planungstool der Deutschen Flugsicherung. Gleichzeitig wird seit Jahren behauptet, man könne „leider noch nicht“ die Belegungsplanungen analog zum Web AUP veröffentlichen, da man ja selber nicht wisse, wann wo welche Flugübungen stattfinden würden – weil der Luftraum ja von der DFS kurzfristig freigegeben werde. So werden die Bürger für dumm verkauft: Denn die täglich gleichen Grundflugübungen zu den täglich gleichen Zeiten, in den täglich gleichen Fluglärmschwerpunkten im Gebiet Müritz UNESCO Nationalpark / Rheinsberg / Zechlin / Feldberger Seenlandschaft / Stralsund / Zingst /Darss, immer öfter auch Hiddensee und Rügen, sind natürlich lange im Voraus geplant. Und die DFS weist nicht zu, sondern die Bundeswehr „bucht“. Es ist also eigentlich ein Selbstbedienungsladen der Bundeswehr. Natürlich ist es bequem, dem Bürger vorzugaukeln, die Deutsche Flugsicherung würde entscheiden, wann die Bundeswehr buchen dürfe.

Web AUP Germany

Web AUP: Während die Bevölkerung unter TRA-Zonen noch die Belegungsplanungen für diese einsehen kann, wird das den von der ED-R 401 MVPA NE Betroffenen kommentarlos verweigert. Das nutzt eine BI gegen Fluglärm im Südwesten dazu, mit viel Getöse zu behaupten, die dortige TRA sei immer am höchsten beplant – während sie die nicht einsehbare MVPA Zone dabei wissentlich ignoriert.

Und so vergleichen Bündnis90/Grüne, eine BI und die Medien wissentlich oder in selbstbewußter Inkompetenz Äpfel und Birnen, indem sie die Verlagerung des militärischen Fluglärms aus dem Südwesten in die ED-R 401 MVPA NE fordern. Eine Zone, die erst im Herbst 2013 heimlich, ohne Information der Landesregierungen und der betroffenen Bevölkerung, in den militärischen Regelflugbetrieb überführt wurde. Es handelt sich um die größte und obskurste Militärzone Deutschlands. Seit Herbst 2013 wird die Eurofighter-Ausbildung über dicht besiedeltem Gebiet etabliert. Auch ausländische Eurofighter-Piloten (z.B. Österreich, vgl. Focus) werden routinemäßig hier ausgebildet. Das thematisieren die o.g. natürlich nicht. Die Ausbildungsflugmuster sind von extremer Natur: Beschleunigungs-, Kurven-, Sink-, Steig-, Tief- und Abfangflugmuster gehen ineinander über. Der resultierende Lärm ist enorm und verseucht die gesamte Region zwischen Berlin und Ostsee (inklusive Ostseeregionen) flächig und nachhaltig, täglich, in bis zu vier Lärmwellen. Die o.g. kehren diese Fakten und diese extreme Entwicklung unter den Teppich.

Die zunehmenden militärischen Flüge sind also auch die Folge von Forderungen von Bündnis90/Grüne, Linke Saarland (Heimatland von Oskar Lafontaine…, vgl. Zeitungsartikel Saarbrücker Zeitung) , der sog. BI gegen Fluglärm, Umweltverschmutzung usw u.a. nach der Verlagerung des Fluglärms aus der militärischen Fluglärmzone TRA Lauter nach Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Oft wird dann von einer „gerechteren Verteilung des militärischen Fluglärms auf das gesamte Bundesgebiet“ geredet, von der Verlagerung des Fluglärms in andere Übungszonen. Gerne wird dazu explizit die ED-R 401 MVPA NE mit üblichen und seit Jahrzehnten bestehenden TRA verglichen. Die ED-R 401 MVPA NE wird dann bagatellisiert. Dieses Vorgehen redet der Zementierung von Willkürzonen, wie der ED-R 401 MVPA NE, und der umfassenden flächigen Militarisierung das Wort. Im Südwesten der Republik werden Artikel lanciert, die die Militärzone ED-R 401 MVPA NE als eine irrelevante Zone, quasi am Rande des Universums, darstellen, über „spärlich besiedeltem“ Gebiet, „in Brandenburg“.  An anderer Stelle wird Mecklenburg-Vorpommern in einem Satz mit der Nordsee genannt, wenn es um die Verlagerung des NATO-Flugmanöverbetriebs in der TRA Lauter über unbewohntes Gebiet geht.  Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, die ED-R 401 MVPA NE sei extra zu diesem Zweck eingerichtet worden.

Dabei verstieße die Verlagerung des routinemäßigen militärischen Gedröhnes der NATO Streitkräfte in die ED-R 401 MVPA NE oder die TRA Sachsen gegen den Geist des 2+4 Vertrages (Artikel 5, Absatz 3). Sind die Journalisten, die solche Artikel schreiben also zu jung, zu ahnungslos, zu desinteressiert – oder zu prekär beschäftigt?

Die Grünen betreiben nicht nur die Militarisierung Ostdeutschlands, sondern auch das Geschäft der Spaltung der Gesellschaft. Betroffene Nordost gegen Betroffene Südwest. Und den ökologischen Aspekt blenden ausgerechnet die Grünen gleich komplett aus, wo doch in der Grünen Partei nicht erst neuerdings das militärische Primat das ursprünglich ökologische schlägt: der Ausstoß an Abgasen, die diese ständig ansteigende Flächemilitarisierung nach sich zieht: die direkte Belastung der betroffenen Bevölkerung mit Kerosinabgasen, mit abgelassenem Treibstoff, mit Radarhotspots durch Kampfjets und Radarüberwachungsanlagen, mit Lärm und Terror (tägliche mehrfache Wiederholung und Tiefflüge, routinemäßige Unterschreitung der – sowieso schon zu niedrigen – Mindestflughöhe von 3000m). Auch das Unfallrisiko scheint die Grünen im Falle Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns nicht zu jucken. Und: Friedenspolitik – da war doch mal was…? Militarisierung – wer dieses Wort bei den Grünen sagt, fliegt raus. Und: Wer wählt schon B90/Grüne, im Osten… ?

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27.3.2017 – Militärischer Fluglärm über Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg | 27th March 2017 – repeated military flight noise above north east Germany

Jagdszenen vom 27.3.2017 aus Militärisch-Vorpommern und Militärisch-Brandenburg, Folge der heimlichen Einrichtung des täglichen militärischen Regelflugbetriebes (im Klartext: Militarisierung zum Zwecke der Kriegsvorbereitung) über halb Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg im Herbst 2013. Seitdem besteht in der ED-R 401 MVPA NE eine beständige Dosiserhöhung der Militarisierung mittels Kampfjetfluglärm in allen Flughöhen, vorwiegend aber unterhalb der für diese Zone geltenden Mindestflughöhe von 3000m. Tief- und Tiefstflüge sind in allen Sektoren der Zone integraler Bestandteil der täglichen Luftkampfmanöver , wenn auch durch Bundeswehr & co routinemäßig geleugnet, verharmlost und „vereinzelfallt“. Die Steigerung des militärischen Fluglärms seit 2013 ist hingegen ein Fakt, der sich sogar aus den unvollständigen Statistiken der Bundeswehr ergibt (vgl. Antworten auf parlamentarische Anfragen von B90/Grüne, Linke). Wenn nun nur die östlichen Sektoren der Zone ED-R 401 MVPA NE (z.B. Feldberger Seenlandschaft, Rheinsberg, Zechlin, Teile des UNESCO – Gebietes Serrahn/Müritz, Rügen, Hiddensee), die bis zum Herbst 2013 gar nicht routinemäßig von militärischem Fluglärm betroffen waren, herangezogen würden (was absichtlich durch die Bundeswehr, Journalisten und Politiker verhindert und nicht kommentiert wird), würde sich eine Steigerung von 100% ergeben.

Die Zone ist europa- und weltweit einmalig (vgl Deutsche Flugsicherung (DFS) / Eurocontrol), bezüglich der „Flexibisierung“, also der Vermischung von zivilem und militärischem Flugverkehr: Ziviler Flugverkehr summiert sich zum militärischen Fluglärm in der Zone hinzu, wenn gleichzeitig militärische Flugübungen laufen. Zivile Linienmaschinen durchfliegen immer öfter aktive Luftkampfübungszonen. Als dritte „Lärmsäule“ scheinen regelmäßige Testflüge von Airbus Industries in dieser Zone etabliert zu werden: In allen Flughöhen ziehen A380, A600M und ähnlich große Vögel bis zu stundenlange Testkurven innerhab der Zone und gehen dabei offenbar auch auf unter 2000m Flughöhe, was am Boden einen zusätzlich hohen Lärmpegel erzeugt.

Gleichzeitig wurden auch noch die letzten rudimentären Reste von Transparenz klammheimlich abgeschafft, wie sie noch für sog. TRA (Temporary Reserved Airspace) Flugzonen gelten: die Belegungsplanung des Airspace Use Plan ist für TRA-Zonen für 3 Tage im Voraus online im Web AUP für jeden Bürger einsehbar. Für die ED-R 401 MVPA NE gibt es das nicht mehr. Bürger werden von der Bundeswehr im Web AUP dümmlich auf geschlossene Systeme der DFS/Eurocontrol (Stanly Acos) verwiesen und es wird so getan, als ob Bürger hier vergleichbaren Einblick hätten. Stanly Acos ist das nichtöffentliche Planungstool der Deutschen Flugsicherung. Gleichzeitig wird seit Jahren behauptet, man könne „leider noch nicht“ die Belegungsplanungen analog zum Web AUP veröffentlichen, da man ja selber nicht wisse, wann wo welche Flugübungen stattfinden würden – weil der Luftraum ja von der DFS kurzfristig freigegeben werde. So werden die Bürger für dumm verkauft: Denn die täglich gleichen Grundflugübungen zu den täglich gleichen Zeiten, in den täglich gleichen Fluglärmschwerpunkten im Gebiet Müritz UNESCO Nationalpark / Rheinsberg / Zechlin / Feldberger Seenlandschaft / Stralsund / Zingst /Darss, immer öfter auch Hiddensee und Rügen, sind natürlich lange im Voraus geplant. Und die DFS weist nicht zu, sondern die Bundeswehr „bucht“. Es ist also eigentlich ein Selbstbedienungsladen der Bundeswehr. Natürlich ist es bequem, dem Bürger vorzugaukeln, die Deutsche Flugsicherung würde entscheiden, wann die Bundeswehr buchen dürfe.

Web AUP Germany

Web AUP: Während die Bevölkerung unter TRA-Zonen noch die Belegungsplanungen für diese einsehen kann, wird das den von der ED-R 401 MVPA NE Betroffenen kommentarlos verweigert. Das nutzt eine BI gegen Fluglärm im Südwesten dazu, mit viel Getöse zu behaupten, die dortige TRA sei immer am höchsten beplant – während sie die nicht einsehbare MVPA Zone dabei wissentlich ignoriert.

Und so vergleichen Bündnis90/Grüne, eine BI und die Medien wissentlich oder in selbstbewußter Inkompetenz Äpfel und Birnen, indem sie die Verlagerung des militärischen Fluglärms aus dem Südwesten in die ED-R 401 MVPA NE fordern. Eine Zone, die erst im Herbst 2013 heimlich, ohne Information der Landesregierungen und der betroffenen Bevölkerung, in den militärischen Regelflugbetrieb überführt wurde. Es handelt sich um die größte und obskurste Militärzone Deutschlands. Seit Herbst 2013 wird die Eurofighter-Ausbildung über dicht besiedeltem Gebiet etabliert. Auch ausländische Eurofighter-Piloten (z.B. Österreich, vgl. Focus) werden routinemäßig hier ausgebildet. Das thematisieren die o.g. natürlich nicht. Die Ausbildungsflugmuster sind von extremer Natur: Beschleunigungs-, Kurven-, Sink-, Steig-, Tief- und Abfangflugmuster gehen ineinander über. Der resultierende Lärm ist enorm und verseucht die gesamte Region zwischen Berlin und Ostsee (inklusive Ostseeregionen) flächig und nachhaltig, täglich, in bis zu vier Lärmwellen. Die o.g. kehren diese Fakten und diese extreme Entwicklung unter den Teppich.

Die zunehmenden militärischen Flüge sind also auch die Folge von Forderungen von Bündnis90/Grüne, Linke Saarland (Heimatland von Oskar Lafontaine…, vgl. Zeitungsartikel Saarbrücker Zeitung) , der sog. BI gegen Fluglärm, Umweltverschmutzung usw u.a. nach der Verlagerung des Fluglärms aus der militärischen Fluglärmzone TRA Lauter nach Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Oft wird dann von einer „gerechteren Verteilung des militärischen Fluglärms auf das gesamte Bundesgebiet“ geredet, von der Verlagerung des Fluglärms in andere Übungszonen. Gerne wird dazu explizit die ED-R 401 MVPA NE mit üblichen und seit Jahrzehnten bestehenden TRA verglichen. Die ED-R 401 MVPA NE wird dann bagatellisiert. Dieses Vorgehen redet der Zementierung von Willkürzonen, wie der ED-R 401 MVPA NE, und der umfassenden flächigen Militarisierung das Wort. Im Südwesten der Republik werden Artikel lanciert, die die Militärzone ED-R 401 MVPA NE als eine irrelevante Zone, quasi am Rande des Universums, darstellen, über „spärlich besiedeltem“ Gebiet, „in Brandenburg“.  An anderer Stelle wird Mecklenburg-Vorpommern in einem Satz mit der Nordsee genannt, wenn es um die Verlagerung des NATO-Flugmanöverbetriebs in der TRA Lauter über unbewohntes Gebiet geht.  Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, die ED-R 401 MVPA NE sei extra zu diesem Zweck eingerichtet worden.

Dabei verstieße die Verlagerung des routinemäßigen militärischen Gedröhnes der NATO Streitkräfte in die ED-R 401 MVPA NE oder die TRA Sachsen gegen den Geist des 2+4 Vertrages (Artikel 5, Absatz 3). Sind die Journalisten, die solche Artikel schreiben also zu jung, zu ahnungslos, zu desinteressiert – oder zu prekär beschäftigt?

Die Grünen betreiben nicht nur die Militarisierung Ostdeutschlands, sondern auch das Geschäft der Spaltung der Gesellschaft. Betroffene Nordost gegen Betroffene Südwest. Und den ökologischen Aspekt blenden ausgerechnet die Grünen gleich komplett aus, wo doch in der Grünen Partei nicht erst neuerdings das militärische Primat das ursprünglich ökologische schlägt: der Ausstoß an Abgasen, die diese ständig ansteigende Flächemilitarisierung nach sich zieht: die direkte Belastung der betroffenen Bevölkerung mit Kerosinabgasen, mit abgelassenem Treibstoff, mit Radarhotspots durch Kampfjets und Radarüberwachungsanlagen, mit Lärm und Terror (tägliche mehrfache Wiederholung und Tiefflüge, routinemäßige Unterschreitung der – sowieso schon zu niedrigen – Mindestflughöhe von 3000m). Auch das Unfallrisiko scheint die Grünen im Falle Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns nicht zu jucken. Und: Friedenspolitik – da war doch mal was…? Militarisierung – wer dieses Wort bei den Grünen sagt, fliegt raus. Und: Wer wählt schon B90/Grüne, im Osten… ?

Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg Vorpommern Brandenburg

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