Bürgerprotest – weitere Zunahme des militärischen Fluglärms seit Jahresbeginn

Ein Leser möchte mit anderen Lesern dieser Website folgende Beschwerde teilen, die er an die Beschwerdestelle der Bundeswehr unter

fliz@bundeswehr.org

sowie an die Bundestragsfraktionen der Grünen und Linken

sowie an den NDR geschickt hat:

Diese e-mail geht zur Kenntnisnahme an die Fraktion B90/Grüne und Linke im Bundestag sowie mit Bitte um entsprechende Weiterleitung an die investigative Redaktionsgemeinschaft des NDR usw.

Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen die am 11.1.2017 stundenlang und wiederholt bis nach Rheinsberg donnernden Eurofighter/Kampfjet-Übungen lege ich Protest und Beschwerde ein.

Mit dem 11.1.2017 ist für mich eine weitere Zunahme der Dauer, Intensität und der Anzahl der lärmverursachenden Kampfjets in dieser Region feststellbar. Diese Zunahme ist im Internet recherchierbar und vor Ort direkt verifizierbar.

Am 11.1.2017 konnten bislang mindestens

ACES1, ACES2, ACES3, ACES4; DRAGON; MONSTR; RACER1, RACER2, RACER*; RAVEN1, RAVEN2, RAVEN3; GAF 890

festgestellt werden. Im Vergleich zum Zeitraum vor 2013 ist das eine ungeheure Menge an Kampfjets, die hier gleichzeitig und zunehmend ganztägig mehrmals herumlärmen.

Selbst, wenn Sie eine Zunahme abstreiten, ist der Umfang des militärischen Fluglärms hier verifizierbar und wirkt in seiner Verstetigung auf mich terrorisierend. An jedem Werktag donnern Kampfjets im Himmel. Wollen Sie so den Wegzug der Bevölkerung aus ländlichen Regionen stoppen? Wollen Sie so den Tourismus im Nordosten Deutschlands fördern? Denken Sie wirklich, es sein normal, jeden Tag mit
Kampfjetgedonner zu beginnen?

Ihre mir bisher zugesandten Antworten ließen die Vermutung aufkommen, dass Sie die Minderung des militärischen Fluglärms anstreben. Aus diesem Grund hatte ich mich an Sie gewandt.

Im Gegensatz dazu erhöhen Sie seit Jahresbeginn den militärischen Fluglärm in der ED-R 401 MVPA NE wie oben beschrieben. Ich bin mir also nicht sicher, ob Sie ernst meinen, was Sie schreiben.

Gegen die Militarisierung von halb Mecklenburg-Vorpommern und den ehemals wunderschönen, ruhigen (!), Naturlandschaften des nördlichen Brandenburgs durch Sie und das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur sowie die beteiligten DFS und Eurocontrol lege ich Beschwerde ein. Ich finde es falsch, dass diese einmaligen und nach 1990 entmilitarisierten Gebiete nun so dermaßen aggressiv remilitarisiert werden. Tägliche Kampfjetübungen über halben Bundesländern sind nicht normal. Die Superflexibilisierung und die Vermischung Ihrer in wilden Mustern fliegenden Kampfjetrotten mit zivilen Linienmaschinen über dem dicht besiedelten Mitteleuropa ist fahrlässig.
Die Einrichtung der Zone im Herbst 2013 wurde laut o.g. Angabe der Bundesregierung in der Tat der betroffenen nicht mitgeteilt, sondern nur in einschlägigen Änderungen von Zusätzen in einschlägigen Publikationen, die die breite Bevölkerung nicht liest und die von Jorunalisten nicht wahrgenommen werden, beschrieben. Obendrein sind diese Publikationen für Bürger nicht auffindbar und nachlesbar. Es ist zu vermuten, dass die Einrichtung der Zone also heimlich und absichtlich obskur und parlamentarisch unkontrolliert erfolgte. Die Auswirkungen dieser Zone sind aber katastrophal.

Gegen die hier (OPR) regelmäßig erfolgenden und von mir oft beobachteten Tiefflüge lege ich ebenfalls Beschwerde ein. Eine Aufzählung der einzelnen Flüge erspare ich mir, da Ihnen diese Flüge laut Antwort der Bundesregierung der Bundesregierung in Bundestagsdrucksache 18/10783 im Detail bekannt sind. Es sind außerdem so viele Flüge, dass ich Ihre Absicht, Beschwerden durch „Vereinzelfallung“ zu unterdrücken, nicht unterstützen möchte.

Ich weise Sie darauf hin, dass die Bundesregierung in o.G. Drucksache schreibt, dass eine Antwort Ihrerseits auf Beschwerden von Bürgern zu geben ist, unabhängig davon, ob Sie den Bürger wegen mehrfacher Beschwerden „leiden“ können oder nicht . ich verweise auf Ihre zweimalige mir gegenüber getätigte Äußerung, dass Sie mir Antworten auf meine Beschwerden nicht zukommen lassen würden, insofern Sie keinen Regelverstoß feststellen könnten (und dies können Sie ja eigentlich bei keiner Beschwerde, soweit mir bekannt ist).

Mit freundlichen Grüßen,

xxx

Rheinsberg

Tiefflug 11.1.2017 – Bürgerprotest

An die Verantwortlichen der Bundeswehr.

Heute am Mittwoch den 11.01.2017 ereignete sich über der Diemitz Schleuse ein 
Tiefflug. Das Flugzeug kam um 10:22 Uhr aus nordwestlicher Richtung geflogen. Um 
10 :36 Uhr kehrte das Flugzeug aus südlicher Richtung zurück.

Da keinerlei Konsequenzen -außer Ihren gewohnten, leeren Aussagen - zu erwarten 
sind, muss ich erneut sagen ES REICHT!
Die Menschen hier wollen eure Kriegsübungen für Syrien oder Afghanistan nicht! 
Genauso wie die Mehrzahl der Menschen keine NATO Truppen an den Grenzen zu 
Russland wollen!
Stoppt eure Kriegsvorbereitungen /-übungen sofort!!!

Ich werde mir erneut vorbehalten, unseren Schriftverkehr zu veröffentlichen!