Follow Up: Typischer (Besch)werdegang

Follow-Up zu: 17.1.2017 – Beschwerde eines Bürgers aus Mecklenburg-Vorpommern an die Bundesluftwaffe

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie erhalten meine Beschwerde erneut, da Sie bisher auf meine u.g. Mail  nicht geantwortet haben. Ich bitte um Eingangsbestätigung und Antwort.
[anonymisiert]

——– Weitergeleitete Nachricht ——–
Betreff:     Beschwerde Fluglärm
Datum:     17.1.2017 [anonymisiert]
Von:     [anonymisiert]
An:     fliz@bundeswehr.org

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit führe ich Beschwerde über eine Fluglärmbelästigung durch
Düsenjäger in einem bis dato nicht dagewesenen Umfang heute nachmittag
gegen 15.20 Uhr.  Ich war gerade auf dem Grundstück unterwegs , als ein
Düsenjäger direkt über mir im Steilflug extremsten Lärm erzeugt hat. Ich
hatte sogar kurzzeitig mit Hörbeeinträchtigung zu tun.

Adresse: [anonymisiert]

Datum / Uhrzeit: 17.01.2017 gegen 15:20Uhr

Kurzbeschreibung: siehe obige Schilderung

Meine Beschwerde: Die Beschwerde läßt sich in der Forderung
zusammenfassen: Unterlassen Sie derartigen gesundheitsschädigenden Lärm!

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Bundeswehr antwortet auf eine Beschwerde

Gehört zu: Follow-Up: Bundeswehr schickt die bekannten Textbausteine auf Beschwerde eines Bürgers

Die zugrunde liegende Beschwerde ist hier nachzulesen.

Hier ein Auszug aus der Antwort auf die (im Text zitierte) Antwort der Bundeswehr:

(…) am 02.11.2016 um 06:15 Uhr erhielt ich von Ihnen ein Antwortschreiben auf meine 
Beschwerde vom 14.09.2016. In Ihrer Antwort, welche von Oberstabsfeldwebel 
Schneider übermittelt wurde, bedauerten Sie, dass weder Ort, Datum, Uhrzeit 
angegeben waren.

Wörtlich: " In Ihrem Schreiben beklagen Sie den durch militärischen Flugbetrieb 
verursachten Fluglärm im Bereich Ihres Wohnortes. Leider kann ich Ihrem 
Schreiben keine konkreten Angaben entnehmen, um eine ausführliche Untersuchung 
der von Ihnen angesprochenen Flugbewegungen auf Einhal-tung der 
flugbetrieblichen Bestimmungen durchführen zu können. Hierzu benötigen wir neben 
der Ortsangabe, auch das Datum sowie eine möglichst genaue Uhrzeit und eine 
kurze Beschreibung des beanstandeten Vorkommnisses (z.B. Kampfflugzeug – zu 
tief). Anhand dieser Angaben wer-den dann die hier zur Verfügung stehenden 
Radar- und Flugplandaten ausgewertet und das Ergeb-nis wird Ihnen schriftlich 
mitgeteilt. "

Am Mittwoch den 11.01.2017 sendete ich Ihnen um 10:47 Uhr eine Beschwerde, über 
einen Tiefflugvorfall von 10:22 Uhr und 10:36 Uhr über der Diemitz Schleuse, zu. 
In dieser Beschwerde waren Ort, Datum, Uhrzeit, sowie eine kurze Beschreibung 
des Vorfalls angegeben.

Hiermit beschwere ich mich erneut über diesen Vorfall, sowie darüber, dass ich 
als Steuern zahlender Bürger bisher keinerlei Reaktion (noch nicht einmal eine 
automatisierte Bestätigung über den Erhalt) auf mein Schreiben bekam.

Mir stellt sich die Frage, was die Bundeswehr unter "WIR.DIENEN.DEUTSCHLAND. " 
versteht?!
(…)

Bürgerprotest – Hörschäden durch Eurofighter, Mecklenburg-Vorpommern, 17.1.2017

Follow-Up hierzu: https://edr401mvpa.wordpress.com/2017/02/19/follow-up-typischer-beschwerdegang/

Ein Leser sandte heute die unten folgende Beschwerde an die
Beschwerdestelle der Bundeswehr und in Kopie an diese Website. Obwohl sich der Vorfall außerhalb der militärischen Luftkriegsübungszone ED-R 401 MVPA NE ereignet hat, veröffentlichen wir diese Beschwerde. Denn die Zunahme von militärischem Fluglärm in den an die o.g. Zone angrenzenden Regionen hängt unmittelbar mit der zunehmenden Verlegung von Kampfjets von „außerhalb“ zusammen.

Möchten auch Sie Ihre Beschwerde an die Bundeswehr veröffentlichen? Senden Sie Ihre Beschwerde an die Beschwerdestelle der Bundeswehr unter fliz@bundeswehr.org und in Kopie an diese Website:
edr401mvpa@posteo.eu . Ihre Beschwerde wird hier anonymisiert und unzensiert veröffentlicht. Lassen Sie sich von der Bundeswehr nicht „vereinzelfallen“ und mit Textbausteinen abfrühstücken! Weder Mecklenburg-Vorpommern, noch Brandenburg sind „natürliche“
Kampfjetreservate! Die Zunahme des Kampfjetlärms in beiden Bundesländern ist eine Folge der heimlichen Einrichtung der militärischen
Eurofighter-Übungszone ED-R 401 MVPA NE durch die Bundesministerien für Infrastruktur, Verteidigung sowie die Flugsicherung Eurocontrol/DFS im Herbst 2013.

BÜRGERPROTEST gegen Militärfluglärm aus Mecklenburg-Vorpommern vom 17.1.2017:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit führe ich Beschwerde über eine Fluglärmbelästigung durch Düsenjäger in einem bis dato nicht dagewesenen Umfang heute nachmittag gegen 15.20 Uhr. Ich war gerade auf dem Grundstück unterwegs , als ein Düsenjäger direkt über mir im Steilflug extremsten Lärm erzeugt hat. Ich hatte sogar kurzzeitig mit Hörbeeinträchtigung zu tun.

(…)

Datum / Uhrzeit: 17.01.2017 gegen 15:20Uhr

Kurzbeschreibung: siehe obige Schilderung

Meine Beschwerde: Die Beschwerde läßt sich in der Forderung
zusammenfassen: Unterlassen Sie derartigen gesundheitsschädigenden Lärm!

(…) Alt Meteln .

Bürgerprotest – weitere Zunahme des militärischen Fluglärms seit Jahresbeginn

Ein Leser möchte mit anderen Lesern dieser Website folgende Beschwerde teilen, die er an die Beschwerdestelle der Bundeswehr unter

fliz@bundeswehr.org

sowie an die Bundestragsfraktionen der Grünen und Linken

sowie an den NDR geschickt hat:

Diese e-mail geht zur Kenntnisnahme an die Fraktion B90/Grüne und Linke im Bundestag sowie mit Bitte um entsprechende Weiterleitung an die investigative Redaktionsgemeinschaft des NDR usw.

Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen die am 11.1.2017 stundenlang und wiederholt bis nach Rheinsberg donnernden Eurofighter/Kampfjet-Übungen lege ich Protest und Beschwerde ein.

Mit dem 11.1.2017 ist für mich eine weitere Zunahme der Dauer, Intensität und der Anzahl der lärmverursachenden Kampfjets in dieser Region feststellbar. Diese Zunahme ist im Internet recherchierbar und vor Ort direkt verifizierbar.

Am 11.1.2017 konnten bislang mindestens

ACES1, ACES2, ACES3, ACES4; DRAGON; MONSTR; RACER1, RACER2, RACER*; RAVEN1, RAVEN2, RAVEN3; GAF 890

festgestellt werden. Im Vergleich zum Zeitraum vor 2013 ist das eine ungeheure Menge an Kampfjets, die hier gleichzeitig und zunehmend ganztägig mehrmals herumlärmen.

Selbst, wenn Sie eine Zunahme abstreiten, ist der Umfang des militärischen Fluglärms hier verifizierbar und wirkt in seiner Verstetigung auf mich terrorisierend. An jedem Werktag donnern Kampfjets im Himmel. Wollen Sie so den Wegzug der Bevölkerung aus ländlichen Regionen stoppen? Wollen Sie so den Tourismus im Nordosten Deutschlands fördern? Denken Sie wirklich, es sein normal, jeden Tag mit
Kampfjetgedonner zu beginnen?

Ihre mir bisher zugesandten Antworten ließen die Vermutung aufkommen, dass Sie die Minderung des militärischen Fluglärms anstreben. Aus diesem Grund hatte ich mich an Sie gewandt.

Im Gegensatz dazu erhöhen Sie seit Jahresbeginn den militärischen Fluglärm in der ED-R 401 MVPA NE wie oben beschrieben. Ich bin mir also nicht sicher, ob Sie ernst meinen, was Sie schreiben.

Gegen die Militarisierung von halb Mecklenburg-Vorpommern und den ehemals wunderschönen, ruhigen (!), Naturlandschaften des nördlichen Brandenburgs durch Sie und das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur sowie die beteiligten DFS und Eurocontrol lege ich Beschwerde ein. Ich finde es falsch, dass diese einmaligen und nach 1990 entmilitarisierten Gebiete nun so dermaßen aggressiv remilitarisiert werden. Tägliche Kampfjetübungen über halben Bundesländern sind nicht normal. Die Superflexibilisierung und die Vermischung Ihrer in wilden Mustern fliegenden Kampfjetrotten mit zivilen Linienmaschinen über dem dicht besiedelten Mitteleuropa ist fahrlässig.
Die Einrichtung der Zone im Herbst 2013 wurde laut o.g. Angabe der Bundesregierung in der Tat der betroffenen nicht mitgeteilt, sondern nur in einschlägigen Änderungen von Zusätzen in einschlägigen Publikationen, die die breite Bevölkerung nicht liest und die von Jorunalisten nicht wahrgenommen werden, beschrieben. Obendrein sind diese Publikationen für Bürger nicht auffindbar und nachlesbar. Es ist zu vermuten, dass die Einrichtung der Zone also heimlich und absichtlich obskur und parlamentarisch unkontrolliert erfolgte. Die Auswirkungen dieser Zone sind aber katastrophal.

Gegen die hier (OPR) regelmäßig erfolgenden und von mir oft beobachteten Tiefflüge lege ich ebenfalls Beschwerde ein. Eine Aufzählung der einzelnen Flüge erspare ich mir, da Ihnen diese Flüge laut Antwort der Bundesregierung der Bundesregierung in Bundestagsdrucksache 18/10783 im Detail bekannt sind. Es sind außerdem so viele Flüge, dass ich Ihre Absicht, Beschwerden durch „Vereinzelfallung“ zu unterdrücken, nicht unterstützen möchte.

Ich weise Sie darauf hin, dass die Bundesregierung in o.G. Drucksache schreibt, dass eine Antwort Ihrerseits auf Beschwerden von Bürgern zu geben ist, unabhängig davon, ob Sie den Bürger wegen mehrfacher Beschwerden „leiden“ können oder nicht . ich verweise auf Ihre zweimalige mir gegenüber getätigte Äußerung, dass Sie mir Antworten auf meine Beschwerden nicht zukommen lassen würden, insofern Sie keinen Regelverstoß feststellen könnten (und dies können Sie ja eigentlich bei keiner Beschwerde, soweit mir bekannt ist).

Mit freundlichen Grüßen,

xxx

Rheinsberg

Tiefflug 11.1.2017 – Bürgerprotest

An die Verantwortlichen der Bundeswehr.

Heute am Mittwoch den 11.01.2017 ereignete sich über der Diemitz Schleuse ein 
Tiefflug. Das Flugzeug kam um 10:22 Uhr aus nordwestlicher Richtung geflogen. Um 
10 :36 Uhr kehrte das Flugzeug aus südlicher Richtung zurück.

Da keinerlei Konsequenzen -außer Ihren gewohnten, leeren Aussagen - zu erwarten 
sind, muss ich erneut sagen ES REICHT!
Die Menschen hier wollen eure Kriegsübungen für Syrien oder Afghanistan nicht! 
Genauso wie die Mehrzahl der Menschen keine NATO Truppen an den Grenzen zu 
Russland wollen!
Stoppt eure Kriegsvorbereitungen /-übungen sofort!!!

Ich werde mir erneut vorbehalten, unseren Schriftverkehr zu veröffentlichen!


Follow-Up: Bundeswehr schickt die bekannten Textbausteine auf Beschwerde eines Bürgers

update 17.1.2017: der Petent antwortet auf die hier in Aussicht gestellte und am 2.11.2016 tatsächlich erhaltene „Antwort“ der Bundeswehr.

gehört zu:

14.9.2016: Bürgerprotest aus Mecklenburg-Vorpommern und aus Nordbrandenburg gegen den täglichen militärischen Flugläm

Habe heute (...) eine "Antwort " der Bundeswehr erhalten...

In unserer Region ist seit ca 20 Uhr Fluglärm zu hören, welcher nicht nach 
Passagiermaschinen klingt. 

(...)
Am 20.09.2016, 13:57, FLIZ@bundeswehr.org schrieb:

    Sehr geehrter Herr ***,

    Luftfahrtamt der Bundeswehr, Flugbetriebs- und Informationszentrale,
    bestätigt den Eingang Ihres Schreibens.

    Eine größere Anzahl von Vorgängen, für die auch weiterführende
    Untersuchungen durchgeführt werden müssen, führen derzeit zu längeren
    Wartezeiten bis zur schriftlichen Beantwortung Ihrer Anfrage. Wir bitten
    dafür um Verständnis.

    Ihre Angaben wurden in dem zur weiteren Bearbeitung erforderlichen Umfang
    unter dem oben angegebenen Geschäftszeichen gespeichert. Bei Nachfragen oder
    Ergänzungen geben Sie dieses bitte an.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.


14.9.2016: Bürgerprotest aus Mecklenburg-Vorpommern und aus Nordbrandenburg gegen den täglichen militärischen Fluglärm

Bürger beschweren sich bei der Bundeswehr über die täglichen militärischen Lärmwellen über Nordbrandenburg und Mecklenburg-Vorpommern – und erhalten keine, verspätete oder unzutreffende und unzureichende Antworten. Die Beschwerden scheinen zahlreich zu sein. Oft sind die Antworten der Bundeswehr nur aus Textbausteinen zusammengesetzt. Es wird regelmäßig lapidar behauptet, die Beschwerde sei gegenstandlos, weil alles regelkonform abgelaufen sei. Wir veröffentlichen deshalb hier auch Ihre Beschwerde an die Bundeswehr. Und auch deren Antworten. Senden Sie uns einfach, anonym und kommentarlos, Ihre Beschwerde in Kopie zu: edr401mvpa@posteo.eu

Ein Auszug aus einer aktuellen Beschwerde eines Bürgers an die Bundeswehr, die dieser Website vorliegt:

„Seit ca. 11 Uhr ist an der Mecklenburgischen Kleinseenplatte (Diemitz) wieder vermehrt Fluglärm zu vernehmen.
Ich muss sagen ‚ES REICHT‘.
Wir haben Ihre Kriegsspielchen/-übungen satt.
Ich habe eine fast 2jährige, lebensfrohe Tochter und jedes mal wenn einer Ihrer Jets unseren Wohnort überquert kommt sie verängstigt an und versucht sich zu verstecken. Es geht teilweise so weit das sie Schreianfälle bekommt und sich nicht beruhigen lässt.

Ich bitte Sie daher, wenn Sie Ihre Übungen schon nicht sein lassen können, uns wenigstens eine Art ‚Übungsplan/Überflugplan‘ zu übermitteln.“

Die „Antwort“ der Bundeswehr erfolgte am 20.9. und liest sich so.

Anmerkung der Redaktion: Die Aufforderung an die Bundeswehr, Planungsübungen zu veröffentlichen, die [die Aufforderngen dazu] dieser Website seit Jahren bekannt ist, wird von der Bundeswehr seit mindestens einem Jahr aktiv ignoriert und verschleppt. Der Aufforderung durch diverse Personen wurde durch die Bundeswehr bisher nicht nachgekommen. Die fehlende Belegungsplanung ist Bestandteil der aktiven Desinformationskampagne und der Geheimniskrämerei, die die Bundeswehr und das
Bundesverteidigungsministerium gegenüber interessierten und verärgerten Bürgern und Besuchern der betroffenen Regionen zum Thema der heimlichen Einrichtung der militärischen Fluglärmzone ED-R 401 MVPA North East und der Folgen dieses Vorgangs seit dem Herbst 2013 betreiben.