Empört euch! Bürgerinitiative gegen Fluglärm Kaiserslautern kanzelt Militärfluglärmbetroffene aus Nordost ab: inhaltliche Infragestellung der Forderung nach militärischer Flächenverlärmung = Troll!

Die sogenannte Bürgerinitiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und Umweltverschmutzung aus Kaiserslautern verschärft ihr Vorgehen gegen Mitbetroffene von militärischem Fluglärm in anderen Bundesländern.

Eine zentrale Forderung dieser Bürgerinitiative, die sich angeblich gegen Fluglärm und Umweltverschmutzung engagiert, ist die Verlagerung des militärischen Fluglärms in andere militärische Flugzonen und im Übrigen auf das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Dabei sollen zwar Nord- und Ostsee vorwiegend als militärische Lärmmüllkippe genutzt werden – aber auch diese sind sensible Ökosysteme, die nicht einfach in Luftkriegsübungszonen umgewandelt werden dürfen. Sicherlich gibt es auch viele Menschen, denen der Verlust der Erfahrung “Meer” nicht egal ist. Und Schweinswale können nunmal nicht bei der FLIZ anrufen. (Achtung, liebe BI: Bevor wieder die Trollkeule gechwungen wird: Der Schutz der Schweinswale in Nord- und Ostsee ist praktischer Umweltschutz. Dummerweise sind diese Säugetiere extrem lärmempfindlich, stehen also der kompletten Verlagerung des luftgestützten “Schutzes des Friedens” auf die Nord- und Ostsee -u.a.- im Wege. Individuen der deutlich weniger gefährdete Spezies der Landsäuger “Segler” finden sich an der Mastspitze verheddernde Eurofighter & co übrigens auch nicht lustig. Versucht mal “ungeschoren” nach Dänemark über die Ostsee zu segeln… das ist heute schon sehr schwierig, auch wenn man sich nicht in einer akuten DANGER Zone befindet.)

Wir stellen nicht den infernalischen Militärlärm infrage, der sich in der TRA Lauter in extremen Ausmaßen werktäglich ereignet und Mensch und Natur im Südwesten seit Jahrzehnten nachhaltig schädigt. Wir schließen uns der Forderung nach der sofortigen Einstellung von militärischem Flugbetrieb über Deutschland an. Wer aber die Verlagerung und Ausdehnung dieses Übels anderen aufhalsen will, ist nicht gegen militärischen Fluglärm und auch nicht gegen Umweltverschmutzung – sondern dafür. Nach einer eingehenden Prüfung der Diktion, der inhaltlichen Verdrehung schriftlicher Diskussionsversuche per e-mail, ist eher zu vermuten, dass die Bundeswehr bei dieser Bürgerinitiative maßgeblichen Einfluss besitzt. Denn diese zentrale Forderung der BI, verbunden mit einer aggressiven Verunglimpfung von Mitbetroffenen aus anderen Bundesländern als “Trolle”, spielt ausschließlich der Strategie der flächenhaften Ausweitung des militärischen Flugbetriebs von Bundeswehr, DFS, Bundesregierung, Eurocontrol etc in die Hände und trägt Kennzeichen des Kommunikationsstils, den die Bundeswehr gegen Kritiker zeigt. Im Zusammenspiel mit z.B. dem Abgeordneten Tressel der Grünen soll hier auch militärischer Fluglärm von NATO-Verbänden in die diktatorisch eingerichtete militärische Flugzone ED-R 401 MVPA NE verlegt werden. Der 2+4 Vertrag juckt die Grünen natürlich nicht. Die generelle Militarisierung von einmaligen Naturräumen auch nicht. Oder ist beides so unbekannt, wie die faktische Ostausdehnung des militärischen Regelflugbetriebes mittels der Aktivierung aller östlichen BASIC Sektoren der Zone ED-R 401 MVPA NE im Oktober 2013 für eben diesen? Zu dieser hat sich bis heute nicht ein Grüner geäußert.

Bild: Ausweitung des militärischen Regelflugbetriebes in der Sonderflugzone ED-R 401 ab Oktober 2013 über Mecklenburg Vorpommern und dem nördlichen Brandenburg, im Vergleich zur vorher bestehenden Sonderflugzone ED-R 206/306. Sämtliche östlichen Sektoren BASIC erfassen Gebiete, die vorher gar nicht von militärischem Regelflugbetrieb betroffen waren, darunter die Rheinsberger Seenkette, die Feldberger Seenlandschaft, UNESCO Weltnaturerbe Serrahner Buchenwälder, aber auch das nordwestliche Umland Berlins, die Inseln Rügen und Hiddensee.

Dazu nutzt der Grüne Markus Tressel Zahlenmaterial, welches die ED-R 401 MVPA NE überhaupt nicht oder nur rudimentär abbildet, dazu, zu behaupten, 40% des militärischen Flugverkehrs über Bundesrepublik Deutschland würde in der TRA Lauter ausgeführt. Dass das so nicht stimmt, stört den Grünen nicht. Entsprechende Hinweise des durch die Grünen OPR/Brandenburg diskreditierten und sabotierten ehemaligen Mitarbeiters der Grünen OPR (auf dieser Website früher behandelt) an Herrn Tressel quittiert dieser offenbar mehrmals mit Totalignoranz. In dieser TROLL-Manier wird er auch gleich vom Saarländischen Rundfunk unterstützt, der inhaltlich falsche und peinlich dümmliche Transkripte dieser Art publiziert: Der militärische Fluglärm – Stand der Dinge. Darin werden einfach die zusammengschusterten Interessenssüppchen von Tressel und Bündnis90/Grüne und der Bürgerintitiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und Umweltverschmutzung unkritisch und als vermeintlich gut recherchierte journalistische Unparteilichkeit übernommen: “Denn das Übungsgebiet, die so genannte TRA Lauter, ist die am meisten genutzte Zone. Und das, obwohl es Übungszonen über deutlich weniger dicht besiedeltem Gebiet gibt. Beispielsweise über der Nordsee oder Mecklenburg-Vorpommern. ”  Fake News, Faktencheck, irgendjemand? Mecklenburg-Vorpommern wird in einem Satz mit der Nordsee als perfekte Müllkippe für den militärischen Fluglärm skizziert. Die ED-R 401 MVPA NE wird mit jahrzehntelang bestehenden kleineren und unflexibleren, transparenteren TRA im Bundesgebiet in einen Topf geworfen. Kein Wort zum experimentellen Charakter der Zone ED-R 401 MVPA NE über Mecklenburg-Vorpommern. Hinweise auf die Unvergleichbarkeit von TRA Lauter und ED-R 401 MVPA NE, auf den undemokratischen Vorgang der Einrichtung und der Aktivierung des werktäglichen militärischen Flugbetriebes in der ZONE ED-R 401 MVPA NE, auf nicht vergleichbares Zahlenmaterial zu beiden Zonen, auf komplett fehlendes Datenmaterial zur ED-R 401 MVPA NE, fehlen völlig. Immerhin muss man dem Saarländischen Rundfunk zugutehalten halten, dass seine Chefredakteure das Thema der militärischen Flächenverlärmung nicht mehr blockieren und zensieren – so, wie das NDR und rbb immernoch tun (Artikel folgend).

In einem Artikel vom 7.4.2017 werden vermutlich Hinweise von Betroffenen aus Brandenburg auf die unmoralische Forderung dieser Bürgerinitiative nach einer Flächenverlärmung der Bundesrepublik Deutschland durch militärischen Fluglärm und auf die Unvollständigkeit statistischer Daten der Bundeswehr zur ED-R 401 MVPA NE als Trollerei bezeichnet.

Gleichzeitig wird die Veröffentlichung der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken auf dieser Website vom 17.4.2017 von der Bürgerintiative gegen Fluglärm zum Anlass genommen, schnell auch selber diese Drucksache zu veröffentlichen, natürlich mit der Nutzung von darin enthaltenen Statistikdaten zur Anzahl der Beschwerden gegen die militärischen Fluglärm. Im Tenor der Forderung nach der Verlagerung des militärischen Fluglärms macht sich diese Bürgerinitiative die Logik und die Statistik von Bundeswehr & co zu eigen: die Anzahl von Beschwerden soll angeblich die Akzeptanz von und das Aufkommen an militärischem Fluglärm für eine bestimmte Region widerspiegeln. Dabei wird flux die seit Jahrzehnten bestehende TRA Lauter mit der heimlich eingerichteten und betriebenen MVPA NE verglichen. Es wird unvollständiges und nicht überprüfbares statistisches Material der Bundeswehr zur ED-R 401 MVPA NE per Vergleich mit Datenmaterial zur TRA Lauter gegen die Betroffenen Bürger in der ED-R 401 MVPA NE (und in anderen TRA im Bundesgebiet) in Stellung gebracht. Während die Bürgerinitiative selber martialisch-grenzwertige Sprache gegen ausländische Streitkräfte an den Tag legt und viele Einträge auf der Website die Daten von Bundeswehr & co in Frage stellen, werden diese Daten bereitwillig als Beweismaterial und Argumentationsmittel gegen Mitbetroffene einer mit einer TRA Lauter nicht vergleichbaren, obskuren riesigen MVPA im Nordosten Deutschlands akzeptiert und genutzt. Hinweise darauf werden als Trollerei abgekanzelt. Die Bürgerintitiative verhält sich also so, wie sie das selber in dem Artikel beklagt: sie stellt sich dümmer, als sie ist.

Das Fazit kann nur heißen: Empört euch! Jede Beschwerde bei der Beschwerdestelle der Bundeswehr fliz@bundeswehr.org zählt! Offenbar werden die Betroffenen der militärischen Übungsgebiete nun mittels einer Art Wettrüsten im Beschwerdezählen verwickelt und gegeneinander ausgespielt.Ganz vorne mit von der Partie: die Bürgerintitiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und Umweltverschmutzung.

Weist die Bürgerintiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und Umweltverschmutzung auf die unglaubwürdige und rücksichtlose Forderung hin, nach der militärischer Fluglärm im Rest des Landes und vor allem auch in obskur und heimlich eingerichteten und betriebenen militärischen Flugzonen, wie der ED-R 401 MVPA NE, etabliert werden soll: vorstand@fluglaerm-kl.de

Bündnis90/Grüne, Herr Markus Tressel, markus.tressel@bundestag.de

Follow Up: Typischer (Besch)werdegang

Follow-Up zu: 17.1.2017 – Beschwerde eines Bürgers aus Mecklenburg-Vorpommern an die Bundesluftwaffe

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie erhalten meine Beschwerde erneut, da Sie bisher auf meine u.g. Mail  nicht geantwortet haben. Ich bitte um Eingangsbestätigung und Antwort.
[anonymisiert]

——– Weitergeleitete Nachricht ——–
Betreff:     Beschwerde Fluglärm
Datum:     17.1.2017 [anonymisiert]
Von:     [anonymisiert]
An:     fliz@bundeswehr.org

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit führe ich Beschwerde über eine Fluglärmbelästigung durch
Düsenjäger in einem bis dato nicht dagewesenen Umfang heute nachmittag
gegen 15.20 Uhr.  Ich war gerade auf dem Grundstück unterwegs , als ein
Düsenjäger direkt über mir im Steilflug extremsten Lärm erzeugt hat. Ich
hatte sogar kurzzeitig mit Hörbeeinträchtigung zu tun.

Adresse: [anonymisiert]

Datum / Uhrzeit: 17.01.2017 gegen 15:20Uhr

Kurzbeschreibung: siehe obige Schilderung

Meine Beschwerde: Die Beschwerde läßt sich in der Forderung
zusammenfassen: Unterlassen Sie derartigen gesundheitsschädigenden Lärm!

Bundeswehr antwortet auf eine Beschwerde

Gehört zu: Follow-Up: Bundeswehr schickt die bekannten Textbausteine auf Beschwerde eines Bürgers

Die zugrunde liegende Beschwerde ist hier nachzulesen.

Hier ein Auszug aus der Antwort auf die (im Text zitierte) Antwort der Bundeswehr:

(…) am 02.11.2016 um 06:15 Uhr erhielt ich von Ihnen ein Antwortschreiben auf meine 
Beschwerde vom 14.09.2016. In Ihrer Antwort, welche von Oberstabsfeldwebel 
Schneider übermittelt wurde, bedauerten Sie, dass weder Ort, Datum, Uhrzeit 
angegeben waren.

Wörtlich: " In Ihrem Schreiben beklagen Sie den durch militärischen Flugbetrieb 
verursachten Fluglärm im Bereich Ihres Wohnortes. Leider kann ich Ihrem 
Schreiben keine konkreten Angaben entnehmen, um eine ausführliche Untersuchung 
der von Ihnen angesprochenen Flugbewegungen auf Einhal-tung der 
flugbetrieblichen Bestimmungen durchführen zu können. Hierzu benötigen wir neben 
der Ortsangabe, auch das Datum sowie eine möglichst genaue Uhrzeit und eine 
kurze Beschreibung des beanstandeten Vorkommnisses (z.B. Kampfflugzeug – zu 
tief). Anhand dieser Angaben wer-den dann die hier zur Verfügung stehenden 
Radar- und Flugplandaten ausgewertet und das Ergeb-nis wird Ihnen schriftlich 
mitgeteilt. "

Am Mittwoch den 11.01.2017 sendete ich Ihnen um 10:47 Uhr eine Beschwerde, über 
einen Tiefflugvorfall von 10:22 Uhr und 10:36 Uhr über der Diemitz Schleuse, zu. 
In dieser Beschwerde waren Ort, Datum, Uhrzeit, sowie eine kurze Beschreibung 
des Vorfalls angegeben.

Hiermit beschwere ich mich erneut über diesen Vorfall, sowie darüber, dass ich 
als Steuern zahlender Bürger bisher keinerlei Reaktion (noch nicht einmal eine 
automatisierte Bestätigung über den Erhalt) auf mein Schreiben bekam.

Mir stellt sich die Frage, was die Bundeswehr unter "WIR.DIENEN.DEUTSCHLAND. " 
versteht?!
(…)

Bürgerprotest – Hörschäden durch Eurofighter, Mecklenburg-Vorpommern, 17.1.2017

Follow-Up hierzu: https://edr401mvpa.wordpress.com/2017/02/19/follow-up-typischer-beschwerdegang/

Ein Leser sandte heute die unten folgende Beschwerde an die
Beschwerdestelle der Bundeswehr und in Kopie an diese Website. Obwohl sich der Vorfall außerhalb der militärischen Luftkriegsübungszone ED-R 401 MVPA NE ereignet hat, veröffentlichen wir diese Beschwerde. Denn die Zunahme von militärischem Fluglärm in den an die o.g. Zone angrenzenden Regionen hängt unmittelbar mit der zunehmenden Verlegung von Kampfjets von “außerhalb” zusammen.

Möchten auch Sie Ihre Beschwerde an die Bundeswehr veröffentlichen? Senden Sie Ihre Beschwerde an die Beschwerdestelle der Bundeswehr unter fliz@bundeswehr.org und in Kopie an diese Website:
edr401mvpa@posteo.eu . Ihre Beschwerde wird hier anonymisiert und unzensiert veröffentlicht. Lassen Sie sich von der Bundeswehr nicht “vereinzelfallen” und mit Textbausteinen abfrühstücken! Weder Mecklenburg-Vorpommern, noch Brandenburg sind “natürliche”
Kampfjetreservate! Die Zunahme des Kampfjetlärms in beiden Bundesländern ist eine Folge der heimlichen Einrichtung der militärischen
Eurofighter-Übungszone ED-R 401 MVPA NE durch die Bundesministerien für Infrastruktur, Verteidigung sowie die Flugsicherung Eurocontrol/DFS im Herbst 2013.

BÜRGERPROTEST gegen Militärfluglärm aus Mecklenburg-Vorpommern vom 17.1.2017:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit führe ich Beschwerde über eine Fluglärmbelästigung durch Düsenjäger in einem bis dato nicht dagewesenen Umfang heute nachmittag gegen 15.20 Uhr. Ich war gerade auf dem Grundstück unterwegs , als ein Düsenjäger direkt über mir im Steilflug extremsten Lärm erzeugt hat. Ich hatte sogar kurzzeitig mit Hörbeeinträchtigung zu tun.

(…)

Datum / Uhrzeit: 17.01.2017 gegen 15:20Uhr

Kurzbeschreibung: siehe obige Schilderung

Meine Beschwerde: Die Beschwerde läßt sich in der Forderung
zusammenfassen: Unterlassen Sie derartigen gesundheitsschädigenden Lärm!

(…) Alt Meteln .

Bürgerprotest – weitere Zunahme des militärischen Fluglärms seit Jahresbeginn

Ein Leser möchte mit anderen Lesern dieser Website folgende Beschwerde teilen, die er an die Beschwerdestelle der Bundeswehr unter

fliz@bundeswehr.org

sowie an die Bundestragsfraktionen der Grünen und Linken

sowie an den NDR geschickt hat:

Diese e-mail geht zur Kenntnisnahme an die Fraktion B90/Grüne und Linke im Bundestag sowie mit Bitte um entsprechende Weiterleitung an die investigative Redaktionsgemeinschaft des NDR usw.

Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen die am 11.1.2017 stundenlang und wiederholt bis nach Rheinsberg donnernden Eurofighter/Kampfjet-Übungen lege ich Protest und Beschwerde ein.

Mit dem 11.1.2017 ist für mich eine weitere Zunahme der Dauer, Intensität und der Anzahl der lärmverursachenden Kampfjets in dieser Region feststellbar. Diese Zunahme ist im Internet recherchierbar und vor Ort direkt verifizierbar.

Am 11.1.2017 konnten bislang mindestens

ACES1, ACES2, ACES3, ACES4; DRAGON; MONSTR; RACER1, RACER2, RACER*; RAVEN1, RAVEN2, RAVEN3; GAF 890

festgestellt werden. Im Vergleich zum Zeitraum vor 2013 ist das eine ungeheure Menge an Kampfjets, die hier gleichzeitig und zunehmend ganztägig mehrmals herumlärmen.

Selbst, wenn Sie eine Zunahme abstreiten, ist der Umfang des militärischen Fluglärms hier verifizierbar und wirkt in seiner Verstetigung auf mich terrorisierend. An jedem Werktag donnern Kampfjets im Himmel. Wollen Sie so den Wegzug der Bevölkerung aus ländlichen Regionen stoppen? Wollen Sie so den Tourismus im Nordosten Deutschlands fördern? Denken Sie wirklich, es sein normal, jeden Tag mit
Kampfjetgedonner zu beginnen?

Ihre mir bisher zugesandten Antworten ließen die Vermutung aufkommen, dass Sie die Minderung des militärischen Fluglärms anstreben. Aus diesem Grund hatte ich mich an Sie gewandt.

Im Gegensatz dazu erhöhen Sie seit Jahresbeginn den militärischen Fluglärm in der ED-R 401 MVPA NE wie oben beschrieben. Ich bin mir also nicht sicher, ob Sie ernst meinen, was Sie schreiben.

Gegen die Militarisierung von halb Mecklenburg-Vorpommern und den ehemals wunderschönen, ruhigen (!), Naturlandschaften des nördlichen Brandenburgs durch Sie und das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur sowie die beteiligten DFS und Eurocontrol lege ich Beschwerde ein. Ich finde es falsch, dass diese einmaligen und nach 1990 entmilitarisierten Gebiete nun so dermaßen aggressiv remilitarisiert werden. Tägliche Kampfjetübungen über halben Bundesländern sind nicht normal. Die Superflexibilisierung und die Vermischung Ihrer in wilden Mustern fliegenden Kampfjetrotten mit zivilen Linienmaschinen über dem dicht besiedelten Mitteleuropa ist fahrlässig.
Die Einrichtung der Zone im Herbst 2013 wurde laut o.g. Angabe der Bundesregierung in der Tat der betroffenen nicht mitgeteilt, sondern nur in einschlägigen Änderungen von Zusätzen in einschlägigen Publikationen, die die breite Bevölkerung nicht liest und die von Jorunalisten nicht wahrgenommen werden, beschrieben. Obendrein sind diese Publikationen für Bürger nicht auffindbar und nachlesbar. Es ist zu vermuten, dass die Einrichtung der Zone also heimlich und absichtlich obskur und parlamentarisch unkontrolliert erfolgte. Die Auswirkungen dieser Zone sind aber katastrophal.

Gegen die hier (OPR) regelmäßig erfolgenden und von mir oft beobachteten Tiefflüge lege ich ebenfalls Beschwerde ein. Eine Aufzählung der einzelnen Flüge erspare ich mir, da Ihnen diese Flüge laut Antwort der Bundesregierung der Bundesregierung in Bundestagsdrucksache 18/10783 im Detail bekannt sind. Es sind außerdem so viele Flüge, dass ich Ihre Absicht, Beschwerden durch “Vereinzelfallung” zu unterdrücken, nicht unterstützen möchte.

Ich weise Sie darauf hin, dass die Bundesregierung in o.G. Drucksache schreibt, dass eine Antwort Ihrerseits auf Beschwerden von Bürgern zu geben ist, unabhängig davon, ob Sie den Bürger wegen mehrfacher Beschwerden “leiden” können oder nicht . ich verweise auf Ihre zweimalige mir gegenüber getätigte Äußerung, dass Sie mir Antworten auf meine Beschwerden nicht zukommen lassen würden, insofern Sie keinen Regelverstoß feststellen könnten (und dies können Sie ja eigentlich bei keiner Beschwerde, soweit mir bekannt ist).

Mit freundlichen Grüßen,

xxx

Rheinsberg

Tiefflug 11.1.2017 – Bürgerprotest

An die Verantwortlichen der Bundeswehr.

Heute am Mittwoch den 11.01.2017 ereignete sich über der Diemitz Schleuse ein 
Tiefflug. Das Flugzeug kam um 10:22 Uhr aus nordwestlicher Richtung geflogen. Um 
10 :36 Uhr kehrte das Flugzeug aus südlicher Richtung zurück.

Da keinerlei Konsequenzen -außer Ihren gewohnten, leeren Aussagen - zu erwarten 
sind, muss ich erneut sagen ES REICHT!
Die Menschen hier wollen eure Kriegsübungen für Syrien oder Afghanistan nicht! 
Genauso wie die Mehrzahl der Menschen keine NATO Truppen an den Grenzen zu 
Russland wollen!
Stoppt eure Kriegsvorbereitungen /-übungen sofort!!!

Ich werde mir erneut vorbehalten, unseren Schriftverkehr zu veröffentlichen!


Follow-Up: Bundeswehr schickt die bekannten Textbausteine auf Beschwerde eines Bürgers

update 17.1.2017: der Petent antwortet auf die hier in Aussicht gestellte und am 2.11.2016 tatsächlich erhaltene “Antwort” der Bundeswehr.

gehört zu:

14.9.2016: Bürgerprotest aus Mecklenburg-Vorpommern und aus Nordbrandenburg gegen den täglichen militärischen Flugläm

Habe heute (...) eine "Antwort " der Bundeswehr erhalten...

In unserer Region ist seit ca 20 Uhr Fluglärm zu hören, welcher nicht nach 
Passagiermaschinen klingt. 

(...)
Am 20.09.2016, 13:57, FLIZ@bundeswehr.org schrieb:

    Sehr geehrter Herr ***,

    Luftfahrtamt der Bundeswehr, Flugbetriebs- und Informationszentrale,
    bestätigt den Eingang Ihres Schreibens.

    Eine größere Anzahl von Vorgängen, für die auch weiterführende
    Untersuchungen durchgeführt werden müssen, führen derzeit zu längeren
    Wartezeiten bis zur schriftlichen Beantwortung Ihrer Anfrage. Wir bitten
    dafür um Verständnis.

    Ihre Angaben wurden in dem zur weiteren Bearbeitung erforderlichen Umfang
    unter dem oben angegebenen Geschäftszeichen gespeichert. Bei Nachfragen oder
    Ergänzungen geben Sie dieses bitte an.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.