4.6.2018 – neuer Eintrag auf ACEbook: JUDGESNIPRRAVENLANCEBULL

Mit dem Beginn der neuen Woche erfüllte die Luftwaffe die in sie gesetzten Erwartungen und begann mit der üblichen morgendlichen Flugübung.

Um 10 Uhr ein sehr lauter Überflug in Röbel. Danach noch ca. eine halbe Stunde das Grollen der hochfliegenden (Zusammenschreibung beabsichtigt) Kampfjets, die zwischen Krakow am See im Norden und Pritzwalk im Brandenburgischen randalierten. Mit dabei JUDGE, BULL, SNIPR21, LANCE1 und LANCE2. Ach so, außerdem noch die beiden pseudo-zivilen Learjets der GFD, und die Sportflieger der PTO, die rein zufällig in der Gegend waren.

Ganz im Nordosten waren SNIPR1, SNIPR2 und SNIPR21 auf der Jagd nach, nun ja, Ausbildungsstunden?

Am Nachmittag hoffte ich, ungeschoren davon zu kommen, aber der Lärm kam, wie fast jeden Tag. ACES1 bedankte sich nach 15 Uhr mit ein paar Extrarunden über Röbel für die Berichterstattung hier. Auch in der Luft: RAVEN3, nochmal RAVEN3, aber mit Stern * und RAVEN4. Wo waren eigentlich RAVEN1 und 2? Nicht einsatzbereit? Vielleicht nur die Transponder nicht?

Um 16 Uhr wieder ein lauter Überflug in Röbel. Etwas später dann RAPTOR auf ca. 450m Höhe über Grund im Raum Rheinsberg.

Aber die Demminer waren auch nicht besser dran: RAVEN3 überfliegt die Region am Nachmittag in gut 500 m Höhe, so dass der Flug leider nicht als Tiefflug gewertet werden kann.

Das sind dann für heute sechzehn militärische Krachmacher. Die Woche fängt ja gut an!

P.S, bzw. ach so: Die Lufthansa hat auch gleich wieder Schleifen geübt, nachdem der Strom endlich wieder da war.

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Hamburg-Airport-Lage-normalisiert-sich,flughafen1470.html

4.6.2018 – mehre Wellen militärischen Fluglärms und Tiefflüge zermürben die Einwohner und Besucher von Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg (ED-R 401 MVPA NE)

Am 4.6.2018 kam es erneut zu ausufernden Luftkriegsspielen über Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg.

Ab 9 Uhr verbreiteten die Kampfjets der Bundeswehr in allen westlichen und zentralen sog. BASIC Sektoren (Bundeswehrjargon: „militärisches Kerngebiet“) der im Herbst 2013 heimlich aktivierten militärischen Flugzone ED-R 401 MVPA NE, wie jeden Werktag, das duchdringende Donnern und Dröhnen, weitflächig, von Hiddensee / Rügen bis nach Wittstock/Dosse und Pritzwalk im Süden (im Norden Brandenburgs). Betroffen waren wie immer die Regionen Müritz, Teterow, Malchin, Grimmen, auch die angeblichen Luftkurorte Plau bzw Krakow am See wurden wieder zur militärischen Lärmmüllkippe umdeklariert. Der Nationalpark Müritz und die Buchenwälder des Weltnaturerbes der UNESCO wurden einen Tag mehr als Lärmsenke bzw Flugbenzinrieselfeld mißbraucht. Die klarsten Seen Deutschlands sind allenfalls noch Zeilscheibe für Lecks der Eurofighter, aus denen vielleicht Kühlflüssigkeit oder gleich JP8 Flubenzin im Tiefflug in diese Seen eingebracht wird. Der NABU schweigt. BUND? Die finden das ok. Greenpeace? Keine Wale in den Seen, keine zahlenden Passanten – also Fehlanzeige.

Noch im kilometerweit entfernten Rheinsberg war das typische Donnern der in allen Flughöhen lärmenden Kampfjets zu hören:
In einer zweiten, massiven, militärischen Fluglärmwelle, von ca. 14 bis 16 Uhr, kam es zu Tiefflügen, die per MLAT nur teilweise nachvollziehbar sind. Über Ortsteilen von Rheinsberg kam laut Beobachtern vor Ort zwischen 15 und 16 Uhr zu überfallsartigen Tiefflügen durch Kampfflugzeuge der Bundeswehr (vermutlich, so genau weiß das niemand, da Antworten durch die Bundeswehr und die Politik verweigert werden), die per MLAT nicht sichtbar waren. In nur wenig Abstand zu kreisenden Großvögeln donnerte ein Kampfjet östlich des sog. Ex-Bombodroms Kritzer Heide auf gleicher Flughöhe mit diesen Raubvögeln, nur knapp über den Baumwipfel rasend, gen Westen. Das dürfte sogar noch unterhalb der in Selbstbedienungsmentalität „genehmigten“ Tiefflugflatrate (im Amtsdeutsch: Tiefflugkontiggent) Herbasetzung von Tiefflügen auf 150m über Grund gewesen sein! Die Bundeswehr würde schreiben: Alles gemäß den flugrechtlichen Bestimmungen. Kein Anlaß zu Sorge. Oder auch: diesen Flug gab es nicht. Wenn Sie denn überhaupt noch Bürgern antworten würde… So belibt es den Bürgern überlassen, wilde Spekulationen zu Fakten anzustellen, die eigentlich vorliegen dürften.
Während der Tiefflüge in der Region Rheinsberg/Stechlin-Ruppin befanden sich mindestens zwei Sportflugzeuge im gleichen Luftraum, die von einem Beobachter gehört und gesehen wurden, während unmittelbar darauf der oben beschriebene Tiefflug erfolgte.
In der zweiten großen Kampfjetlärmwelle des Tages waren bis zu 7 per MLAT sichtbare Kampfjets und vermutlich einige Flugzeuge der privatwirtschaftlichen Pilotenschule PTO GmbH beteiligt.

Aufgrund der erneuten MLAT-Unsichtbarkeit der Tiefflüge und früherer Beobachtungen, bei denen Kampfjets vom Boden aus sichtbar und hörbau, jedoch nicht auf dem Sekundärradar erkennbar waren (auch die nicht, die in großen Höhen flogen), gehen wir davon aus, dass die Bundeswehr MODE S-Transponder zur Verschleierung des tatsächlichen Ausmaßes des kalten Luftkriegs über den Häusern der Bürger von Nordbrandenburg und Mecklenburg-Vorpommern absichtlich abschaltet, um so die Bemühungen der Bürger um Transparenz und Information zum militärischen Fluglärm im Gebiet der ED-R 401 MVPA NE zusätzlich zu erschweren und zu sabotieren. Da auch von Politikern dazu keine Antworten mehr erfolgen (von LINKS über GRÜN und GELB, bis ganz ROTSCHWARZ), ist es naheliegend, dass diese Praxis durch die parlamentarischen Kontrolleure der Bundeswehr stillschweigend gutgeheißen wird.

Haben Sie militärische Flugübungen satt? Wird Ihnen auch nicht mehr geantwortet – von Bundeswehr, Politik und den „Gatekeepern“ der Massenmedien? Möchten Sie Ihre Beobachtungen veröffentlichen, um dem Schweigen durch die o.g. Akteure etwas entgegenzusetzen? Dann schreiben Sie uns! Senden Sie einfach eine e-mail an:

edr401mvpa@posteo.eu

Wir werden immer mehr: Werden Sie Teil der Gruppe derjenigen, die, von der Ostsee bis Berlin, den „Vorgang ED-R 401 MVPA NE“ kommentieren und kritisieren, die sich gegen die Militarisierung und die militärische Verlärmung und gegen die Umweltverschmutzung der ehemals ruhigen Naturräume im Nordosten Deutschlands engagieren. Die Flugzone ED-R 401 MVPA NE wurde unter Mißachtung grundlegender demokratischer Standards geplant, „aktiviert“ und „genutzt“. Machen Sie das öffentlich! Helfen Sie mit.

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Militärischer Fluglärm über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, täglich, ED-R 401 MVPA NE

Militärischer Fluglärm über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, täglich, ED-R 401 MVPA NE

Militärischer Fluglärm über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, täglich, ED-R 401 MVPA NE