Der Fliegerhorst Trollenhagen lebt!

Mit Parchim International geht es ja scheinbar nicht so voran, wie gewünscht. Auch in Trollenhagen gibt es deutlich weniger Flugbetrieb als in der guten alten Zeit.

Dennoch gibt es offenbar Bestrebungen, den Fliegerhorst wiederzubeleben: Heute übten drei Kampfjets schon mal den Landeanflug. In der Tabelle ist schön zu sehen, dass SCARE1, SCARE2 und SCARE4 dort in 3125, 3425 und 8475 Fuß Höhe unterwegs sind. Das ist schon ganz gut, reicht aber noch nicht zum Landen.

Die Kameraden fühlten sich da oben scheinbar noch etwas unsicher und wollten darum nicht gesehen werden. Kein Problem! Transponder aus und schon ist der Himmel sauber, keine Abgase, kein Krach, blitzeblank. (Die Koordinaten von SCARE2 passen zum traumhaft gelegenen Dorf Neverin, nordöstlich von Neubrandenburg.)

Ähnlich schamhaft war der inkognito reisende Militärflieger südlich von Malchow am See, der ohne Kennzeichen unterwegs war. Na wengigstens flog er so hoch, dass sich die Kerosinabgase gut verteilen.

Etwas beleidigend ist die Einordnung der der Bagaluten von der Gesellschaft für Luftzieldarstellung als zivile Luftfahrzeuge. Die Learjets wollen auch mit den großen Jungs spielen, dürfen aber scheinbar nicht. Statt dessen fliegen sie langweilige Kringel und Schleifen über der Müritz und der Insel Rügen, oder anders gesagt: stehen am Zaun und warten darauf, gerufen zu werden.

Später sind die großen Jungs der furchteinflößenden SCARE-Gang dann noch in der Krakower Gegend ein bisschen tiefgeflogen, während Kamerad Inkognito noch schnell nachgeschaut hat, ob im Müritz-Nationalpark alles in Ordnung ist. Moment mal! SCARE1, SCARE2, SCARE4, … da fehlt doch einer!?

Am Ende dieses lauen Frühlingstags flogen dann alle wieder nach Hause und das Radarbild zeigt, dass sie den Luftraum ED-R 401 MVPA gut ausgenutzt haben. Die beiden Jungs von der Gesellschaft für
Luftzieldarstellung waren ein bisschen weit von zu Hause weg. Hoffe, sie haben’s noch nach Schleswig-Holstein geschafft.

Wenn man als Bundeswehr an einem Tag schon ca. 250.000 Euro ausgibt, soll es sich auch lohnen. Sonst käme noch jemand auf die Idee, die Fliegerei als Verschwendung von Steuermitteln zu bezeichnen. Tse!

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