9.11.2017: 28 Jahre nach dem Mauerfall – überholen ohne einzuholen! Mit WARjP 8 im Tiefflug durch´s Bundeswehrghetto Ost brettern. (Sie hielten sich für Captain Kirk.)

9.11.2017: Überholen ohne einzuholen! Mehrstündiger militärischer Fluglärm in allen westlichen BASIC Sektoren der ED-R 401 MVPA NE über der Mecklenburger Seenplatte, Müritz, Hiddensee usw.

Im Jahr 28 nach der Maueröffnung hat es die Bundeswehr endlich geschafft: täglicher militärischer Fluglärm durch alle Arten von militärischen Flugzeugen und Kampfjets ist endlich wieder Normalität in der Ex-Dd-R-401! Und vom Genossen NVA Oberst lernen, heisst siegen lernen: scheinbar demokratisch legitimiert, wurde die größte und extremste militärische Flugzone der Europäischen Union, einmalig, in ihrer routinemäßigen, konzeptionell beabsichtigten Durchmischung von militärischem und zivilem Flugverkehr, genau über dem Gebiet gesponnen und heimlich (von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, bis heute unverstanden, weil von den Medien nicht im Kontext aufbereitet) aktiviert, in dem bereits vor 1989 der Teufel los war – nämlich die Kampfjets des Warschauer Paktes und der NVA.
Möglicherweise in einer Allianz aus NVA-Eliten und
Bundeswehr-Sprengköpfen, „legitimiert“ durch EU-Kommision, undiskutiert durchgewunken vom EU-Parlament, umgesetzt und „ausgewiesen“ durch Militärkreise in deutschen Ministerien, wurde so einer Militarisierung des Alltags in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg der Weg geebnet, die in ihrer „Effizienz“ des täglich mehrmaligen, stundenlangen Kampfjetlärms, den der DDR mittlerweile weit übertreffen dürfte: Militärlärmteppiche bedecken das Land – jeden Tag, von früh bis spät, immer öfter, immer lauter und immer länger. Null Transparenz. Keine öffentliche einsehbar Vorausplanung (so, wie den „alten“ Bundesländern). Die Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg – militärisches Testvieh zweiter Klasse! Einer Resttransparenz, wie sie selbst heute noch für andere Flugzonen in Westdeutschland gültig ist (Google -> WEB AUP), nicht würdig. Und das Testvieh? Sagt nix. Hält´s Maul. Fährt in den Sommerferien Kampfjets anhören. „Muss ja sein.“, „Bei den Russen war´s schlimmer.“ An die Ostsee. Mittlerweile ist selbst Hiddensee zu einer täglichen militärischen Luftlärmmüllkippe verkommen. „Ich hör nix.“ Von den Wegen des Nationalparks Müritz darf man nicht abweichen, damit sich die Tiere nicht erschrecken – aber jeden Tag dürfen sich Kampfjets im Luftraum, nur wenige hundert Meter über diesem Nationalpark austoben. In vielen Seen darf man nicht „wild“ baden, kein Boot fahren, an ihren Ufern nicht kampieren – was ja im Interesse des Schutzes dieser Seen verständlich ist. Aber Kampfjets dürfen darüber den dritten Weltkrieg üben und Flugbenzin darf in diese klarsten Seen Deutschland gelangen. Unverständlich, Herr Oberst! Bürger dürfen sich beschweren – aber Folgen hat das keine. Wer sich mehr als dreimal beschwert, kommt erstmal auf den „Bundeswehr-Index“. Antworten gibt´s dann keine mehr – ggf. mit Ankündigung. Auch wieder: gut gelernt, Bundeswehr! Und jetzt noch: Gefängnisstrafen für alle Beschwerdeführer! Ja, Hauptmann Oberst Major, frag mal den Kollegen von der NVA! Krieg ist Frieden. Wer hätte das gedacht, als Schabowski die Mauer öffnete? Die Bundeswehr – schlimmer als die NVA? In nur 28 Jahren! Nur Mist, dass Ulbricht den Satz schon erfunden hatte, der hier oben zitiert steht.
Man hätte sich die Ausgaben für die neuen Uniformen sparen können. Die NVA Uniform würde es heute auch wieder tun. Aber Tarnung gehört zum Geschäft, was? Was wären die Geschäftemacher der GFD GmbH ohne Tarnung? Richtig, ihr Geld nicht wert, liebe Genossen! Überhaupt – liebe Militärliebhaber aus Deutschland: diese Zone wäre doppelt und dreifach so groß, komplett eingemauert – hättet ihr nicht die Mauer abgebaut! Das Testvieh „Bürger, Klasse 2“ hätte so keine Möglichkeit mehr zu entkommen! Internet gäbe es auch nicht – und auch nicht diese Website. Ha! Sehe ich da doch Hauptmann Oberst Major tagträumen, die Hacken erschlaffend.

Endlich wächst zusammen, was wohl in Deutschland zusammen gehört: Militärlärm, Kampfjets, Militarisierung auf Steroiden, Dummheit, Arroganz, Willkür, Unverständnis, Desinteresse und Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg.

An dieser Stelle wird in Zukunft bis zur Re-Entmilitarisierung deshalb nur noch die bunte Fahne des Testbildes gehisst. Wir ergeben uns! Wer braucht schon Informationen und Transparenz zu so einer Flugzone?


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2 Gedanken zu „9.11.2017: 28 Jahre nach dem Mauerfall – überholen ohne einzuholen! Mit WARjP 8 im Tiefflug durch´s Bundeswehrghetto Ost brettern. (Sie hielten sich für Captain Kirk.)“

  1. Also mal ganz ehrlich: Rechlin war schon in den 30ern wichtiger Militärflugplatz. Leutnant Heinz Rühmann gab dort seine Dienstzeit bei der Luftwaffe als Pilot. Und dann war er Stammgast in der „Blauen Maus“ in Mirow. – Also nur Traditionspflege…

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