30.8.2017: Systemfehler 401

Bild oben: Zusammenstöße von Greifvögeln mit militärischen Luftfahrzeugen und Kampfjets, nach Flughöhe und Jahreszeit über Nordostdeutschland, im Bereich der heutigen ED-R 401 MVPA NE, Bundeswehrstudie aus 1997. In der ED-R 401 MVPA NE wird heute routinemäßig, werktäglich stundenlang und mehrfach wiederkehrend, von bis zu 15 oder 20 Luftfahrzeugen gleichzeitig und schwerpunktmäßig in Flughöhen zwischen 150m und 5000m mit hohen Geschwindigkeiten, schnellen Flugrichtungsänderungen und extrem hohen Lärmpegeln der Luftkrieg gespielt. Einige Greifvogelarten steigen im Frühling, Sommer und Herbst in Höhen weit über 3000m auf. Der allergößte Teil bestimmter geschützter und bedrohter Greifvogelarten kommt im Nordosten im Gebiet der ED-R 401 MVPA NE vor. Sowohl die Kollisionsgefahr mit herumrasenden Kampfjets, als auch die Vertreibung der Vögel durch den extremen Lärm, der jeden Tag öfter und länger anhaltend immer größere Gebiete in immer weiter steigender Intensität (Anzahl der Kampfjets, Zielflugzeuge usw) verseucht, macht Jahrzehnte des erfolgreichen Greifvogelschutzes und des Schutzes gefährdeter Arten in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zunichte.


Sicherlich wurden auch am 30.8.2017 wieder sämtliche ehemals ruhigen Landschaften Mecklenburg-Vorpommerns und Nordbrandenburgs mittels randalierender Kampfjets durch die Bundeswehr und andere militärischen Akteure in allen Flughöhen verlärmt und verpestet. Die in die Höhe schnellenden Zugriffszahlen dieser Website für den heutigen Tag sind Indiz dafür. Denn immer dann, wenn die Bundeswehr besonders umfangreiche Luftkampfübungen über der Mecklenburger Seenplatte und den Seen und Wäldern des nördlichen Brandenburg, über Hiddensee und Rügen, Stralsund, Barth, Greifswald, Rheinsberg, Röbel, Dargun und vielen anderen Ortschaften und Städten abfeuert, suchen die betroffenen Bürger und Touristen Informationen zu dieser ausufernden Militarisierung des Nordostens Deutschlands. Sie greifen dann auf diese Website zurück, denn es gibt keine andere Informationsquelle, die die heimlich eingerichtete Übungszone ED-R 401 MVPA NE ähnlich sachlich, dennoch deutlich und nachhaltig erklärt und nachzeichnet, protokolliert und interpretiert.

Leider gab es hier heute einen „Systemfehler“, der die Veröffentlichung der Aufzeichnungen des virtuellen Radars verhindert…

Sie können aber selber aktiv werden: Senden Sie uns einfach Ihre Beobachtungen des militärischen Fluglärms über Ihrem Wohn-, Arbeits- oder Urlaubsort zu! Veröffentlichen Sie selber Ihr Protokoll der Militarisierung von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg durch die Bundeswehr, die Kampfjets anderer Staaten sowie durch profitorientiert handelnde privatwirtschaftliche Unternehmen, wie DFS, GFD und EIS GmbH.

Senden Sie eine email an: edr401mvpa@posteo.eu und/oder nutzen Sie die Kommentarfunktion zu diesem oder jedem anderen Artikel.

EN

Publishing of recordings of virtual radar snippets have been botched due to a system failure at our end.

You could still bridge the gap: Send us your observations of military air noise in north east Germany! Publish your opinion here. Use the commentary functionality below this – or any other – article or e-mail us: edr401mvpa@posteo.eu

Advertisements

3 Gedanken zu „30.8.2017: Systemfehler 401“

  1. JP-8 und die daraus resultierenden Abgase betrachte ich nach persönlichen Beobachtungen als Hauptgrund für die Reduzierung von Insekten und daraus resultierend die Abnahme unserer Singvögel und Fledermauspopulationen.
    Dabei spielen aber auch noch die Windkraftanlagen mit ihrem Infraschall eine wichtige Rolle.
    Seit hier im Südwesten immer mehr Windkraftanlagen betrieben werden und die Intensität des militärischen Flugbetriebes zugenommen hat beobachte ich den Rückgang vieler Vogel- und Insektenarten, Von ehemals 8 Rotmilanpaaren sind jetzt nur noch zwei mit einem Jungvogel hier. Grünfimk und Erlenzeisig fehlen mittlerweile ganz.
    Und nach Tiefflugorgien sind schwarze, ölige Tröpfchen auf vielen Blättern zu finden.
    Grüne und NABU? Fehlanzeige, es sei denn, man kommt in die Medien :-(

    Gefällt mir

    1. Schwarze, punktförmige Ablagerungen waren auch im Gebiet Rheinsberg, Stechlin-Ruppin nach den nächtlichen Mega-Übungen im August zu finden. Besonders nach den umfangreichen nächtlichen Abfangübungen durch GFD Jets, EIS GmbH und Bundeswehr Eurofighter sowie Niederländische F-16 Kampfjets im Regen waren diese Ablagerungen zu finden.
      Vermutlich sind es aber vor allem die Lärmwellen, die täglich und flächenmäßig routinemäßig durch die Bundeswehr ausgebracht werden, die die Avifauna aus sämtlichen Flächen vertreibt, die sich unter den Flugzonen des Militärs lebten.

      Gefällt mir

      1. PS. Die Bundeswehr antwortet nicht auf die Frage nach routinemäßigem Ablassen von Treibstoff während der hier täglich laufenden „Hochwertausbildung“ (extreme Flugmanöver) der Eurofighterpiloten der Bundeswehr und der Österreichischen Streitkräfte.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s