„Die eine, für sie angestammte, befindet sich nördlich von Berlin und reicht bis zur Ostsee. Die andere umfasst den Bereich zwischen Leipzig und Dresden.“

Wer sich die Protokolle der letzten Tage genau ansieht, wird feststellen, dass sich die Eurofighter, die seit Herbst 2013 zunehmend in der heimlich eingerichteten militärischen Lärmzone ED-R 401 MVPA NE den Alltag militarisieren, aus Süden zu ihren täglichen Lärmrunden über Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg einfinden.

Das liegt an einer temporären Verlagerung der Kampfflugzeuge auf den Luftwaffenstützpunkt Holzdorf. So genau wird das zwar nicht erklärt, aber einem Nebensatz eines Schweinchen-Artikels der Mitteldeutschen Zeitung wird es dann doch geschrieben: die Eurofighter aus Rostock-Laage wurden, angeblich nur zeitlich begrenzt, auf den o.g. Stützpunkt verlegt.

Natürlich geht es der MZ nicht um die Eurofighter, sondern um den seichten Aspekt eines Frischlings auf der Rollbahn, welcher von der Bundeswehr (!) natürlich gerettet wurde.

In einer Bildbeschriftung hingegen steht folgendes in Nebensätzen:

„Wenn die Eurofighter von Holzdorf abheben, bewegen sie sich in zwei unterschiedliche Übungszonen. Die eine, für sie angestammte, befindet sich nördlich von Berlin und reicht bis zur Ostsee. Die andere umfasst den Bereich zwischen Leipzig und Dresden.“ – Quelle: http://www.mz-web.de/26712828 ©2017
Wie schon bekannt, wird von Journalisten aller Regionalblätter im Osten die Zone weder erklärt, noch wird sie kritisch hinterfragt. Die Leser werden in die Irre geführt, indem ihnen suggeriert wird, die Zone nördlich von Berlin sei eine „angestammte“, also eine, die offenbar schon lange existiere. Währen dem Redaktionspool dieser Zeitung durchaus detailierte Informationen zur heimlichen EInrichtung und zum opaken Betrieb der Zone vorliegen, wird weiterhin ausschließlich Verharmlosung und die Verbreitung von Bundeswehrpropaganda im Schweinchenstil betrieben. Kritiker kommen nicht zu Wort, Hintergrundinformationen werden nicht veröffentlicht.
Abzuwartenbleibt, ob nicht doch Holzdorf so komfortabel gelegen ist, dass die Eurofighter dort verbleiben, die in Laage aufgestockt werden – und fortan das, was in der ED-R 401 MVPA NE betrieben wurde, auch in Sachsen betrieben wird. Nämlich die Anhebung und Verstetigung des militärischen Fluglärms auf das Niveau der TRA Laute, so, wie das von Bündnis90/Grüne aktiv befördert wird. (vgl. Aktivitäten der BI gegen Fluglärm im Saarland, im Verbund mit Bündnis90/Grüne, Abgeordneter Tressel)
Screenshot_20170428-101447
Zwei Eurofighter kreuzen im Tiefflug den Anflugkorridor des Flughafen Tegel über Potsdam/Werder. Das Bild zeigt den Zustand, wie ihn sich die Planer bei Eurocontrol und DFS wohl erhoffen: der militärische Flugverkehr wird zur „Normalität“ und läuft parallel zum zivilen. Dabei sollen auch Tiefflüge, wie hier dargesestellt, selbst im Berliner Randgebiet und über großen Ortschaften, zur Normalität werden.
Eurofighter Laage Holzdorf
Eurofighter des Stützpunktes Rostock-Laage kehren zu ihrem angeblich temporären Stützpunkt in Holzdorf von einer der täglichen Lärmrunden über Nordbrandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zurück. Dabei sind sie im Tieflug unterwegs und fliegen in nur 600m Höhe z.B. über Potsdam/Werder. Hier ist nur ein Eurofighter zu sehen, obwohl eigentlich zwei Maschinen unterwegs waren. Der zweite hatte wohl wieder den Transponder „zu früh“ abgeschaltet. Transaparenz nach Bundeswehr-Art.
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s