29.3.2017 – Militärischer Fluglärm über Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg | 29th March 2017 – repeated military flight noise above north east Germany

Jagdszenen vom 29.3.2017 aus Militärisch-Vorpommern und Militärisch-Brandenburg, Folge der heimlichen Einrichtung des täglichen militärischen Regelflugbetriebes (im Klartext: Militarisierung zum Zwecke der Kriegsvorbereitung) über halb Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg im Herbst 2013.

Momentaufnahmen von

Lärmwelle 1, ca 9.30 Uhr bis 11 Uhr

und

Lärmwelle 2, ca. 13.45 Uhr bis 15.30 Uhr

Seitdem besteht in der ED-R 401 MVPA NE eine beständige Dosiserhöhung der Militarisierung mittels Kampfjetfluglärm in allen Flughöhen, vorwiegend aber unterhalb der für diese Zone geltenden Mindestflughöhe von 3000m. Tief- und Tiefstflüge sind in allen Sektoren der Zone integraler Bestandteil der täglichen Luftkampfmanöver , wenn auch durch Bundeswehr & co routinemäßig geleugnet, verharmlost und „vereinzelfallt“. Die Steigerung des militärischen Fluglärms seit 2013 ist hingegen ein Fakt, der sich sogar aus den unvollständigen Statistiken der Bundeswehr ergibt (vgl. Antworten auf parlamentarische Anfragen von B90/Grüne, Linke). Wenn nun nur die östlichen Sektoren der Zone ED-R 401 MVPA NE (z.B. Feldberger Seenlandschaft, Rheinsberg, Zechlin, Teile des UNESCO – Gebietes Serrahn/Müritz, Rügen, Hiddensee), die bis zum Herbst 2013 gar nicht routinemäßig von militärischem Fluglärm betroffen waren, herangezogen würden (was absichtlich durch die Bundeswehr, Journalisten und Politiker verhindert und nicht kommentiert wird), würde sich eine Steigerung von 100% ergeben.

Die Zone ist europa- und weltweit einmalig (vgl Deutsche Flugsicherung (DFS) / Eurocontrol), bezüglich der „Flexibisierung“, also der Vermischung von zivilem und militärischem Flugverkehr: Ziviler Flugverkehr summiert sich zum militärischen Fluglärm in der Zone hinzu, wenn gleichzeitig militärische Flugübungen laufen. Zivile Linienmaschinen durchfliegen immer öfter aktive Luftkampfübungszonen. Als dritte „Lärmsäule“ scheinen regelmäßige Testflüge von Airbus Industries in dieser Zone etabliert zu werden: In allen Flughöhen ziehen A380, A600M und ähnlich große Vögel bis zu stundenlange Testkurven innerhab der Zone und gehen dabei offenbar auch auf unter 2000m Flughöhe, was am Boden einen zusätzlich hohen Lärmpegel erzeugt.

Gleichzeitig wurden auch noch die letzten rudimentären Reste von Transparenz klammheimlich abgeschafft, wie sie noch für sog. TRA (Temporary Reserved Airspace) Flugzonen gelten: die Belegungsplanung des Airspace Use Plan ist für TRA-Zonen für 3 Tage im Voraus online im Web AUP für jeden Bürger einsehbar. Für die ED-R 401 MVPA NE gibt es das nicht mehr. Bürger werden von der Bundeswehr im Web AUP dümmlich auf geschlossene Systeme der DFS/Eurocontrol (Stanly Acos) verwiesen und es wird so getan, als ob Bürger hier vergleichbaren Einblick hätten. Stanly Acos ist das nichtöffentliche Planungstool der Deutschen Flugsicherung. Gleichzeitig wird seit Jahren behauptet, man könne „leider noch nicht“ die Belegungsplanungen analog zum Web AUP veröffentlichen, da man ja selber nicht wisse, wann wo welche Flugübungen stattfinden würden – weil der Luftraum ja von der DFS kurzfristig freigegeben werde. So werden die Bürger für dumm verkauft: Denn die täglich gleichen Grundflugübungen zu den täglich gleichen Zeiten, in den täglich gleichen Fluglärmschwerpunkten im Gebiet Müritz UNESCO Nationalpark / Rheinsberg / Zechlin / Feldberger Seenlandschaft / Stralsund / Zingst /Darss, immer öfter auch Hiddensee und Rügen, sind natürlich lange im Voraus geplant. Und die DFS weist nicht zu, sondern die Bundeswehr „bucht“. Es ist also eigentlich ein Selbstbedienungsladen der Bundeswehr. Natürlich ist es bequem, dem Bürger vorzugaukeln, die Deutsche Flugsicherung würde entscheiden, wann die Bundeswehr buchen dürfe.

Web AUP Germany

Web AUP: Während die Bevölkerung unter TRA-Zonen noch die Belegungsplanungen für diese einsehen kann, wird das den von der ED-R 401 MVPA NE Betroffenen kommentarlos verweigert. Das nutzt eine BI gegen Fluglärm im Südwesten dazu, mit viel Getöse zu behaupten, die dortige TRA sei immer am höchsten beplant – während sie die nicht einsehbare MVPA Zone dabei wissentlich ignoriert.

Und so vergleichen Bündnis90/Grüne, eine BI und die Medien wissentlich oder in selbstbewußter Inkompetenz Äpfel und Birnen, indem sie die Verlagerung des militärischen Fluglärms aus dem Südwesten in die ED-R 401 MVPA NE fordern. Eine Zone, die erst im Herbst 2013 heimlich, ohne Information der Landesregierungen und der betroffenen Bevölkerung, in den militärischen Regelflugbetrieb überführt wurde. Es handelt sich um die größte und obskurste Militärzone Deutschlands. Seit Herbst 2013 wird die Eurofighter-Ausbildung über dicht besiedeltem Gebiet etabliert. Auch ausländische Eurofighter-Piloten (z.B. Österreich, vgl. Focus) werden routinemäßig hier ausgebildet. Das thematisieren die o.g. natürlich nicht. Die Ausbildungsflugmuster sind von extremer Natur: Beschleunigungs-, Kurven-, Sink-, Steig-, Tief- und Abfangflugmuster gehen ineinander über. Der resultierende Lärm ist enorm und verseucht die gesamte Region zwischen Berlin und Ostsee (inklusive Ostseeregionen) flächig und nachhaltig, täglich, in bis zu vier Lärmwellen. Die o.g. kehren diese Fakten und diese extreme Entwicklung unter den Teppich.

Die zunehmenden militärischen Flüge sind also auch die Folge von Forderungen von Bündnis90/Grüne, Linke Saarland (Heimatland von Oskar Lafontaine…, vgl. Zeitungsartikel Saarbrücker Zeitung) , der sog. BI gegen Fluglärm, Umweltverschmutzung usw u.a. nach der Verlagerung des Fluglärms aus der militärischen Fluglärmzone TRA Lauter nach Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Oft wird dann von einer „gerechteren Verteilung des militärischen Fluglärms auf das gesamte Bundesgebiet“ geredet, von der Verlagerung des Fluglärms in andere Übungszonen. Gerne wird dazu explizit die ED-R 401 MVPA NE mit üblichen und seit Jahrzehnten bestehenden TRA verglichen. Die ED-R 401 MVPA NE wird dann bagatellisiert. Dieses Vorgehen redet der Zementierung von Willkürzonen, wie der ED-R 401 MVPA NE, und der umfassenden flächigen Militarisierung das Wort. Im Südwesten der Republik werden Artikel lanciert, die die Militärzone ED-R 401 MVPA NE als eine irrelevante Zone, quasi am Rande des Universums, darstellen, über „spärlich besiedeltem“ Gebiet, „in Brandenburg“.  An anderer Stelle wird Mecklenburg-Vorpommern in einem Satz mit der Nordsee genannt, wenn es um die Verlagerung des NATO-Flugmanöverbetriebs in der TRA Lauter über unbewohntes Gebiet geht.  Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, die ED-R 401 MVPA NE sei extra zu diesem Zweck eingerichtet worden.

Dabei verstieße die Verlagerung des routinemäßigen militärischen Gedröhnes der NATO Streitkräfte in die ED-R 401 MVPA NE oder die TRA Sachsen gegen den Geist des 2+4 Vertrages (Artikel 5, Absatz 3). Sind die Journalisten, die solche Artikel schreiben also zu jung, zu ahnungslos, zu desinteressiert – oder zu prekär beschäftigt?

Die Grünen betreiben nicht nur die Militarisierung Ostdeutschlands, sondern auch das Geschäft der Spaltung der Gesellschaft. Betroffene Nordost gegen Betroffene Südwest. Und den ökologischen Aspekt blenden ausgerechnet die Grünen gleich komplett aus, wo doch in der Grünen Partei nicht erst neuerdings das militärische Primat das ursprünglich ökologische schlägt: der Ausstoß an Abgasen, die diese ständig ansteigende Flächemilitarisierung nach sich zieht: die direkte Belastung der betroffenen Bevölkerung mit Kerosinabgasen, mit abgelassenem Treibstoff, mit Radarhotspots durch Kampfjets und Radarüberwachungsanlagen, mit Lärm und Terror (tägliche mehrfache Wiederholung und Tiefflüge, routinemäßige Unterschreitung der – sowieso schon zu niedrigen – Mindestflughöhe von 3000m). Auch das Unfallrisiko scheint die Grünen im Falle Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns nicht zu jucken. Und: Friedenspolitik – da war doch mal was…? Militarisierung – wer dieses Wort bei den Grünen sagt, fliegt raus. Und: Wer wählt schon B90/Grüne, im Osten… ?

Momentaufnahmen der ersten militärischen Fluglärmwelle vom 29.3.2017:

Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Eurofighter Kampfjet Lärm Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg

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2 Gedanken zu „29.3.2017 – Militärischer Fluglärm über Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg | 29th March 2017 – repeated military flight noise above north east Germany“

  1. Den Politklüngel kannst du glatt vergessen: CxU, SPD, FDP, Afd, Grüne – alles Parteien des Kapitals! Und Umwelt? Kannst du in der BRD auch vergessen!
    Alles eine Frage der Abhängigkeit von Washington: Geld hat bei den Militärs noch nie eine Rolle gespielt. Und jetzt, da es laut Murksel mehr davon gibt, kriegen wir alle deren Dreck ab!
    Klar, wir können für die TRA die Planung einsehen und uns „freuen“. Der Lärmterror ist aber trotzdem unerträglich: Jedes mal der „fromme“ Wunsch: Mögen sich doch mal so ein paar Blechvögel treffen und über dem Center Park abstürzen! Oder über der Saatskanzlei oder über der Airbase 😦

    Verlärmte Grüße aus dem Südwesten

    von gestern: https://youtu.be/ZcGhK-84zMg

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    1. Den Hinweis auf den Web AUP machen wir, weil von der BI bei euch immer so nach Gerechtigkeit geschrien wird, wenn man sie aber direkt auf das Fehlen des Web AUP für die MVPA NE anspricht, wird das genauso ignoriert, wie die damit verbundene Unmöglichkeit des Vergleichs der Belegungsplanung zwischen TRA Lauter und MVPA NE. Mal ganz abgesehen davon, dass beide Zonen nicht direkt miteinander vergleichbar sind – aber auch das wird von der BI ganz bequem ignoriert, so frei nach dem Motto: bei uns nicht, woanders gerne.
      Der „Politklüngel“ hat eine parlamentarische Kontrollfunktion gegenüber dem ausrastenden Militär. Diese Kontrollfunktion würde ein scharfes Instrument sein, wenn es denn ernst genommen würde. Insofern ist die Beschreibung der offensichtlichen Untätigkeit der verantwortlichen Politiker, wenn es um die demokratische Begrenzung des militärischen in diesem Land geht, leider tatsächlich mit „Klüngel“ ganz gut beschrieben. Wobei wir hier Ausnahmen machen sollten, denn es gibt sicherlich viele engagierte Menschen im Politikbetrieb, die von diesem Machtklüngel einfach nur diskreditiert, zersetzt, ausgegrenzt, rausgeschmissen, bedroht und eingeschüchtert werden.

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