6.9.2016: Illegale Tiefflüge ?

Auch am 6.9.2016 konnten in Mecklenburg-Vorpommern und Norbrandenburg wieder militärische Flugbewegungen beobachtet werden, die die betroffenen Gebiete mit ilitärlärm verseuchten.
Im östlichen Gebiet der militärischen Fluglärmzone ED-R 401 MVPA North East sowie in den östlich davon gelegenen Landesteilen (Eberswald, Joachimsthal, Angermünde, Chorin) konnten Tiefflüge beobachtet werden, die wahrscheinlich unterhalb der geltenden Mindestflughöhe ausgeführt wurden. Dabei kamen die üblichen Verdächtigung COLT 1 und 2 durch die Bundeswehr zur Anwendung gegen die Bevölkerung: adsbexchange.com zeigt eine um 14.11 Uhr eine Flughöhe für beide Kampfjets von nur 198m und 297m an. Die zulässige Mindestflughöhe beträgt aber 305m über Grund. Die Flughöhe wird gemäß MILITÄRISCHEM LUFTFAHRTHANDBUCH DEUTSCHLAND im Kampjet unter Verwendung eines On-Board Radars ermittelt. Wenn also die Kampfjets über Ihren Mittagstisch fliegen (denn die Bundeswehr fliegt in Verstoß gegen MILAIP_ET_ENR 1.3.3. regelmäßig unterhalb der Mindestflughöhe über Ortsinnenbereiche von Siedlungen und Dörfern, obwohl sie diese umfliegen könnte), werden Sie einer erhöhten und konzentrierten Radarstrahlung ausgesetzt – natürlich neben dem gesundheitsschädlichen Lärm, dem Terror und dem Unfallrisiko. Möglicherweise wird sogar Treibstoff auf Sie abgelassen. Mindestens die Abgase dürften für Sie ungesund sein. Radarstrahlung ist gesundheitsschädlich, siehe http://www.geomantie.net/media/article/5757/HC28Kessel.pdf.

Aus den Tiefflugbestimmungen des Militärischen Luftfahrthandbuches Deutschland:

Vorbemerkung: 2000Feet(ft) AGL (Above Ground Level – wird im Kampfjet per Radar ermittelt) = 610m, 1000ft AGL = 305m, 250ft AGL= 76m

1.1.1 Tiefflüge sind Flüge mit militärischen Luftfahrzeugen unter- halb 2000 ft AGL. Ausnahmen zu Tiefflügen ausländischer Streitkräfte außerhalb von TSK-Übungen, sowie für den Bereich BAAINBw, genehmigt BMVg SE I 4. Mit der Genehmi- gung sind, soweit erforderlich, Wettermindestbedingungen und Mindesthöhen festzulegen. Tiefflüge mit Propellerflugzeugen und strahlgetriebenen Transport- und Sonderflugzeugen unterhalb 1000 ft AGL/AMSL bedürfen der besonderen Genehmigung durch die Inspekteure der Teilstreitkräfte/Präsident BAAINBw für ihren Zuständigkeitsbereich, einschließlich ausländischer militärischer Lfz bei TSK-Übungen in Abstimmung mit LufABw 3 I.

In aktivierten Tieffluggebieten 250 ft sind Flüge mit Strahlflug- zeugen abweichend von Abs. 1.2.1 nur in der Zeit von 0800++ bis 1130++ und 1230++ bis 1600++ zulässig. Die Nutzung der Tieffluggebiete 250 ft ist ausgesetzt. Eine Aktivierung bedarf der besonderen Genehmigung durch das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg FüSK I 5).

Bei der militärischen Fluglärmzone ED-R 401 MVPA North East handelt es sich aber nicht um eine aktivierte 250ft Tiefflugzone! Die untere Flughöhe dieser militärischen Übungszone liegt bei 3000m (dreitausend). Tiefflüge seien laut Infrastrukturminister Brandenburg also nicht zu erwarten. Im Gegensatz zu dieser Irreführung der Öffentlichkeit stellen Tiefflüge mittlerweile ein tägliches „Feature“ in gesamt MV und Brandenburg dar. Die Landesregierungen sind also völlig ahnungs- und machtlos gegenüber der Willkür der Bundeswehr. Oder willfährig.

screenshot_20160906-141118

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s