ED-R 401 MVPA North East in Google Earth ansehen

Die Redaktion dieser Seite hat die Initiative ergriffen und erstmals die Ausmaße der militärischen Übungszone ED–R 401 MVPA North East in eine KML–Datei übersetzt.

So sollten Sie vorgehen, wenn Sie Google Earth bisher nicht kennen oder nicht wissen, was eine KML-Datei ist – Schritt 1, 2, 3 und 4:

1. Laden Sie sich die Anwendung Google Earth herunter: http://earth.google.com/

2. Laden Sie die KML Datei von dieser Website herunter: https://mega.nz/#!bhtWQJwI!MG5r4fGoZZNDKZ_t5KVoZd0QbWtJ0gwQtGotdHGYH7w

3. Laden Sie, zum Größenvergleich der Zone ED–R 401 MVPA NE mit anderen Militärflugzonen in Deutschland, z.B. auch die KML Datei von Skyfool.de herunter: http://www.skyfool.de/Luftraeume/germany_2016.kmz

Beachten Sie: skyfools.de stellt nur militärische Flugzonen dar, deren untere Flugraumbegrenzung unterhalb von 3000 Metern liegt und so wohl für Sportflieger relevant sind.

4. und betrachten Sie beide KML Dateien gleichzeitig eingeblendet in Google Earth.

Wenn Sie das geschafft haben, sehen Sie in etwa folgendes Bild:

MVPA NE KML
MVPA NE KML

Die hier verfügbare KML–Datei kann in Google Earth geöffnet werden und eröffnet dem interessierten Bürger einen interaktiven Blick auf die horizontale und vertikale Ausdehnung und die genauen Grenzen der Zone ED–R 401 MVPA North East. Sie können mit Hilfe dieser KML Datei erkennen, ob sich Ihr Wohn– oder Ferienort innerhalb der Zone befindet und ob er vielleicht sogar innerhalb der Kernzone der ED–R 401 MVPA North East liegt. Die Kernzone ist Fokus und Schwerpunkt der militärischen Verlärmung. Sie können das in Google Earth an der enormen vertikalen Ausdehnung der Kernzone erkennen.

Die Datenquelle:

Die zugrunde liegenden Koordinaten der Zone sowie die für diese Zone und ihre einzelnen Sektoren geltenden Flughöhen für militärische Flugübungen sind der Publikation „DoD FLIGHT INFORMATION PUBLICATION, AP/2A, AREA PLANNING SPECIAL USE AIRSPACE, EUROPE–AFRICA– MIDDLE EAST, 14 JAN 2010“ des Verteidigungsministeriums der USA entnommen, welche online für jedermann einsehbar ist. Die Originalangaben der Flughöhen in Fuß wurden dazu in metrische Annäherungswerte konvertiert.

Kinderkrankheiten der KML Datei, Disclaimer:

Die Bennenung der einzelnen Sektoren der Flugzone weichen in den Quelldaten leicht von den in den auch auf dieser Website nachzulesenden Dokumenten ab. Das kann am Veröffentlichungsdatum der Quelldaten liegen, welches hier bereits das Jahr 2010 gewesen sein soll. Was verwundert, da die Zone ED–R 401 MVPA North East erst im Herbst 2013 aktiviert wurde, vorher nicht bestand und die eigentlich kontrollierende Politik von der Einrichtung der Zone noch im Sommer 2014 nichts wusste (siehe auch weitere Artikel auf dieser Website)…

Die vorliegende Datei wurde zwar nach bestem Wissen erstellt, es kann aber keine Garantie für die Korrektheit der Darstellung gegeben werden. Es handelt sich nicht um eine „offizielle Karte“, die Nutzung geschieht auf eigene Gefahr. Die Datenlage zu dieser Zone ist momentan äußerst spärlich und wird von verantwortlichen Stellen künstlich verknappt ( Nicht jedoch durch diese verantwortungslose Website ! 😉 ). Dennoch korrespondiert die KML Visualisierung mit der aktuell gültigen schematischen Kartendarstellung der ED–R 401 MVPA NE durch DFS/DAEC. Sollten Sie was zu meckern haben, tun Sie das bitte.
Die hier vorliegende KML–Datei sollte in Google Earth in der Einzelansicht folgendes Bild nach dem initialen Öffnen der Datei erzeugen:

KML_EDR401_Article1

 

Legende zur vorliegenden KML-Datei von edr401mvpanortheast.wordpress.com:

Die vorliegende KML Datei blendet die gesamte Zone ED– R 401 MVPA North East, unterteilt in drei Blöcke, ein. Es handelt sich dabei um die Kernzone und die beiden Erweiterungen der Zone, die sich jeweils über Rügen bzw. bis an die nördliche Stadtgrenze Berlins ausdehnen. Jeder Block besitzt unterschiedliche vertikale Geltungsbereiche, also Flughöhen. Deshalb also die Unterteilung in drei Blöcke.
Die größte militärische Lärmbelastung wird sich in der Kernzone abspielen, aufgrund der enormen vertikalen Ausdehnung der Kernzone.

Der eigentliche Geltungsbereich und reguläre Flugbereich ist in roter Farbe gehalten.

Der grüne, untere Bereich, markiert das Gebiet am Boden, welches durch den militärischen Fluglärm betroffen ist und das Gebiet, in dem offenbar jederzeit mit militärischen Tiefflügen gerechnet werden muss (Erfahrungswerte).

Dort, wo der untere grüne Bereich nach oben hin aufhört, beginnt die untere Fluggrenze des Übungsluftraumes, also die Mindestflughöhe, die von Kampfflugzeugen eingehalten werden soll. Der Übungsluftraum erstreckt sich dann bis zum oberen Ende des roten Bereiches.

Roadmap und Weiterentwicklung der Website:

Diese Website würde das hier einsehbare Textprotokoll der militärischen Verlärmungen gerne für jedermann leicht zugänglich und zeitbasiert, also mittels Zeitstrahl, visualisieren.

Mit der KML–Datei der Zone ED–R 401 MVPA ist der Grundstein dafür gelegt, da nun Beobachtungen zeit– und ortsabhängig in Google Earth dargestellt werden könnten.
Die zeitbasierte, animierte Visualisierung würde das Ausmaß der Militarisierung des Luftraums über Nordostdeutschland viel eingänglicher darstellen, als dies textuelle Protokolleinträge können.

Allerdings fehlt es der Website an finanziellen Mitteln, Know–How und Zeitbudget, um die Protokollierung auf eine automatisierte zeitbasierte KML–basierte Visualisierung umzustellen.

Deshalb eine Bitte an die Leser dieser Website: Wenn Sie Know–How besitzen, wie die zeitbasierte Protokollierung mittels KML–Daten erfolgen könnte, wenn Sie diese Website in anderer Weise unterstützen wollen, nehmen Sie Kontakt auf – nutzen Sie das Kontaktformular oder schicken Sie uns eine (gerne auch pgp–verschlüsselte) e–mail.

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