TMB Tourismus Marketing Brandenburg GmbH leidet unter Ignoritis

Liebe LeserInnen!

Was stimmt an der Aussage dieser Werbekampagne der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH nicht so ganz: http://www.reiseland-brandenburg.de/ ?

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4 Gedanken zu „TMB Tourismus Marketing Brandenburg GmbH leidet unter Ignoritis“

  1. Was soll diese Stimmungsmache gegen Tourismus und Bundeswehr? Zum einen gibt es jede Menge ruhige Plätze in Brandenburg, auch in den genannten Gebieten. Zum anderen bezieht sich die Kampagne auf das gesamte Land Brandenburg. Im übrigen fliegen die Maschinen nicht täglich von früh bis spät sondern an bestimmten Tagen und verschiedenen Uhrzeiten.

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    1. Liebe/r IL,

      arbeiten Sie für die TMB GmbH? Es liest sich so.

      Es ist nicht das Anliegen dieser Website, Stimmungsmache gegen die Bundeswehr zu betreiben.

      Vielmehr betreibt die Bundeswehr Stimmungsmache gegen Bürger (kann man jeden Tag im Himmel über der ED-R 401 MVPA NE hören oder sehen), die die undemokratische Einrichtung der militärischen Sonderflugzone ED-R 401 MVPA NE hinterfragen – und sich gegen die Folgen dieser Zone, die von der TMB ignoriert wird, wehren. Das sind betroffene Bürger, vom Nordrand Berlins bis zur Nordspitze Rügens!

      Zu behaupten, bei diesem ungleichen Duell zwischen einer geheim handelnden Bundeswehr (mit Unterstützung von CDU, SPD und FDP, kann hier nachgelesen werden) und semi-kriminalisierten Kritikern dieses Vorgehens, würde es sich um Bundeswehr-Bashing handeln, kann nur dem Zweck dienen, das auf dieser Website beschriebene „neue Feature“ des militärischen Fluglärms über Nordbrandenburg zu verharmlosen und Bürger, die sich gegen die akustische Remilitarisierung von Nordbrandenburg und MV wehren, als radikal, politisch motiviert oder sonstwas darzustellen.

      Nein, vielmehr wird auf dieser Website Stimmung gegen den seit Herbst 2013 heimlich etablierten militärischen Fluglärm in Nordbrandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gemacht. Eine kleine Website bündelt das hilflose Entsetzen von betroffenen Bürger – gegen das allumfassende militärische Gedröhne im Himmel. Klar, dieser Versuch lässt sich schön einfach lächerlich machen.

      Der Verursacher der Remilitarisierung und des Fluglärms ist die Bundeswehr (also Verteidigungsministerium, diverse Politiker aller Parteien in der Region, dem Land, auf Bundesebene etc).

      Neben der betroffenen Bevölkerung ist eines der Opfer der nach der Wende mit viel Mühe geschaffene Naturtourismus. Dieser wird nachhaltig geschädigt und gefährdet. Ich vermute mal, deshalb fällt die Reaktion der TMB auch so aus: auf e-mails nicht antworten und …

      Denn: es gibt in der militärischen Flugzone ED-R 401 fast täglich irgendwo militärische Luftkampfübungen. Das Gegenteil zu behaupten hielte keiner Überprüfung stand. Die Flüge sind auf dieser Wbesite stichprobenartig dokumentiert. Bitte informieren Sie sich, bevor Sie Stimmungsmache gegen den Tourismus (absurd!) unterstellen. Das tatsächliche militärische Flugaufkommen wird aber noch viel größer sein, als hier erfasst werden kann.

      Es geht auch nicht darum, dass zu einem beliebigen Zeitpunkt an einem beliebigen Ort gerade mal Ruhe ist. Als Tourist kann man seine Ferien ja nicht planen. U.a. auch deshalb, weil die Bundeswehr keine Belegungsplanung veröffentlicht, obwohl das für sämtliche anderen Übungszonen in Deutschland der Fall ist (im Airspace Use Plan). Stimmungsmache? Allenfalls durch Sie.

      Und nein, die Flüge finden manchmal von früh bis spät statt.

      Bitte lesen Sie sich mal die absurd ausufernden erlaubten Flugzeiten durch, die für diese Zone gelten. Meinen Sie, die würden nicht genutzt und wären nur aus Jux und Dollerei vor ihrer Inkraftsetzung an der Lokal- und Landespolitik, an der Bevölkerung, vorbei in der 13. Änderung eines Luftfahrerhandbuchs „veröffentlicht“ worden??

      Das Problem ist, dass Ihre Argumentation bereits frühzeitig von dieser Website als Argumentation entlarvt wurde, die auch von den Befürwortern der Remilitarisierung des Luftraums über Nordbrandenburg und MV genutzt wird: es würde ja nur selten geflogen, zu unterschiedlichen Tageszeiten usw. Alles nicht so schlimm. Und als nächste kommt bestimmt das beliebteste „Argument“ der Befürworter der Zone ED-R 401: „Also ich höre nichts.“? Die Behauptung der Gelegentlichkeit und der Irrelevanz der militärischen Fluglärmbelastung wurde im Verlauf der Jahre aber stetig ausgehölt. Von der Bundeswehr. Die erhöht seit dem Herbst 2013 ständig den militärischen Fluglärmpegel innerhalb der ED-R 401. Die Bundeswehr behauptet natürlich das Gegenteil, so wie Sie.

      Die Kampagne der TMB erfasst Gebiete wie Uckermark, Stechlin-Ruppin, Rheinsberg, südliche Teile der Seenplatte. Ausdrücklich macht sich die DB Nordost diese Werbekampagne zu eigen und wirbt mit der Stille, die im Norden Brandenburgs zu finden sei. Die TMB und die Bahn bewerben also Stille, wo es die zwar mal bis zum Herbst 2013 gab, seitdem aber nicht mehr gibt – wegen der Bundeswehr und ihren Luftkampfübungen. Alles Gebiete, die bis zum Herbst NICHT in einer regulären militärischen Flugübungszone lagen.
      Die Entwicklung innerhalb der ED-R 401 MVPA NE zu ignorieren und stattdessen irreführende Werbekampagnen zu betreiben ist mindestens zynisch und außerdem gefährdet diese Ignoranz den Tourismus, anstatt ihn zu befördern. Die wahren Stimmungsmacher gegen den Tourismus sind die, die das Problem ED-R 401 MVPA NE ignorieren und das Thematisieren dieser Zone verunglimpfen.
      Was meinen Sie wohl, was Touristen, die der TMB Werbung folgen, davon halten, wenn plötzlich ihre Urlaubszeit von militärischem Dröhnen und Donnern im Himmel oder sogar vom Terror, der von militärischen Tiefflügen ausgeht, gekennzeichnet ist? Werden sie die TMB noch ernst nehmen können, die DB Nordost? Werden sie nocheinmal ihren Urlaub mit Militärgedröhne im Himmel vergeuden? Oder doch lieber nach Skandinavien fahren? Selbst in den Niederlanden gibt es nicht so viel Militärgedröhne wie hier. Ist ja auch nicht weit weg. Es gibt also Alternativen. Werden die betroffenen Bürger von Brandenburg und MV die TMB (oder deren MV´sches Pendant) noch als unpolitische und objektiv handelnde Einrichtung der Länder Brandenburg/MV anerkennen? Die TMB sollte ihr Budget lieber in die Unterstützung der Aufklärung der Vorgänge und Folgen der Einrichtung der militärischen Sonderflugzone ED-R 401 MVPA NE investieren. Das wäre nachhaltiger, sympathischer und ehrlicher, als diese teure und handwerklich gut gemachte Friede-Freude-Eierkuchen-Ignoranzkampagne, die momentan läuft. Die TMB erweist dem Tourismus in Nordbrandenburg einen Bärendienst.

      Interessiert Sie das? Oder wollen Sie nur polarisieren und polemisieren?

      Übrigens: Bei der ED-R 401 MVPA NE handelt es sich um eine einmalig große „flexibilisierte“ Zone mit „miltärisch-variablem Profil“, in der ziviler und militärischer Flugverkehr vermischt werden. Es wird in dieser Zone so getan, als seien militärische Luftkampfübungen über bewohntem Gebiet, mitten in Europa, völlig normal. Über Nordbrandenburg und MV verlaufen diverse viel genutzte Luftverkehrsstraßen. Der zivile Flugverkehr, der dort normalerweise geroutet wird, addiert sich zum militärischen Fluglärm hinzu. Das Gesamtfluglärmaufkommen ist absurd hoch für eine vermeintliche Stille! An manchen Tagen ist es mitten in der Natur Nordbrandenburgs lauter, als in einer Seitenstraße in der Berliner Innestadt…

      Bitte informieren Sie sich, was eine MVPA ist und wo es die sonst noch in Deutschland gibt und ob es eine so große MVPA überhaupt irgendwo in Europa gibt.

      Auch interessant: wie lax sind deutschen Vorschriften für militärischen Flugbetrieb über bewohnten Gebieten im Vergleich zum westeuropäischen Standard? Da werden Sie staunen, und erkennen, dass die Vermischung von militärischem und zivilem Flugverkehr eben nicht normal ist. Aber selbstverständlich können wir uns auch an den ja für diese Region bekannten DDR-Standards orientieren – da flog ja schon zu jeder Tageszeit an jedem Ort potentiell irgendein Düsenjäger plötzlich durch den Himmel, am Horizont der Ostsee schaukelten Kriegsschiffe der NVA usw. Vergleichen Sie mal.

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  2. Es kann sich der Tourismusverband MV mit dem Ihrigen die Hand reichen, dieses Thema ist hier Keines. Was auch immer hinter den Kulissen ablaufen mag, hier oben wird (auch und gerade von den Medien) jede Banalität ausgiebig erörtert. Die Dauerbelastung der Bevölkerung durch die Bundeswehr in Laage allerdings, ist in unserem „wunderschönen Bundesland“ nur Einbildung….

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    1. Hallo I.,

      ja, das kann ich mir vorstellen, dass der Tourismusverband MV verharmlost und ignoriert.
      Es wäre mal interessant, die Verflechtungen der GF und Manager dieser Gesellschaften nachzuverfolgen. Ich wette, hier würde man irgendwann bei der Bundeswehr ankommen 😉
      Aber mal im Ernst: so, wie die Tourismusbehörden der beiden Länder im Kampf für die Verharmlosung der ED-R 401 MVPA NE zusammenarbeiten, so müssen die Betroffenen des militärischen Fluglärms länderübergreifend zusammenarbeiten. Der Fluglärm um Laage wird auch durch die Einrichtung und „Nutzung“ der ED-R 401 MVPA NE generiert.
      Die Lärmcowboys kommen meistens aus Laage auf ihren Fightern „angeritten“ und reißen dann über Rheinsberg die Zügel rum und donnern nach ein paar Runden wieder nach Laage.

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