9.7.2014: Video & Anfrage an Luftwaffe: Tiefstflug über Ortsinnenbereich Wallitz

Ein Leser dieser Website informiert: Ein Tiefstflug über den Ortsinnenbereich von Wallitz konnte zumindest akustisch festgehalten werden. Der Kampfjet der Luftwaffe kam von Südwesten (also aus Richtung des Bombodrom, von Wallitz aus gesehen) sehr tief über den angrenzenden Wald angeflogen. Das Kommen des Jets kündigte sich mit dem typisch anschwellenden Zischen, Donnern und Fauchen an, welches sich an Intensität unerwartet stark aufbaut, der Lärmpegel ist beim Überflug gesundheitsschädlich. Die Schnelligkeit, mit der der Jet über dem Beobachter auftauchte, der Versatz von Schall zu Sicht machten es unmöglich, den Jet im elektronischen Display der Kamera gegen die Sonne am Himmel zu erkennen und einzufangen – daher ist hier nur das Geräusch zu hören, dessen Quelle aber nicht zu sehen.

[Update] Die Bundeswehr antwortete dem Anfragenden auf dessen zweite Nachfrage vom 19.7.2014 mit mehrwöchiger Verspätung am 4.9.2014, daß nun doch ein Tiefflug auf Radaraufzeichnungen festgestellt worden sei – und zwar nicht unter 305m Höhe. Der Anfragende schätzt die Höhe, abstrahiert von alten Eichen, über die der Jet hinwegdonnerte, auf ca. 150m. Doch selbst die Angabe von 305 Metern über Grund spottet der Unwissenheit oder Unbekümmertheit von Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger, der in seiner Antwort auf die Anfrage von Bündnis90/Grüne im Brandenburger Landtag verlauten ließ, daß Tiefflüge „eher nicht zu erwarten“ seien, da die Untergrenze für die Flughöhe in der neuen militärischen  Regelflugzone bei ca. 3000m liege. Hat Herr Vogelsänger aus Versehen eine Null zu viel angehangen? Beim unbedarften Leser hat diese Extranull bestimmt erhebliches Beruhigungspotenzial.

Tiefflug 9.7.14 - Antwort der Luftwaffe vom 4.10.2014
Tiefflug 9.7.14 – Antwort der Luftwaffe vom 4.10.2014

 

Videoschnipsel: Tiefstflug über Ortsinnenbereich – da hielt sich der Filmende zum gezeigten Zeitpunkt auf – am 9.7.2014.

Teil 1 – die Tonspur ist wichtig, nicht das Bild.

Direktlink 1 (falls Player nicht sichtbar oder Video nicht angezeigt wird

Direktlink 2 (falls Player nicht sichtbar oder Video nicht angezeigt wird)

Teil 2 – die Tonspur ist wichtig, nicht das Bild.

Direktlink 1 (falls Player nicht sichtbar oder Video nicht angezeigt wird)

Direktlink 2 (falls Player nicht sichtbar oder Video nicht angezeigt wird)

[Update 21.11.14]

Die Bundesluftwaffe bestätigt den Überflug gegenüber MdB Tackmann und behauptet weiterhin, daß ein Ortsüberflug nicht stattgefunden hätte. In dem Schreiben wird deutlich, daß die Tiefflüge über dem Bombodrom und dessen Randgebiet von der Bundesluftwaffe als getrennt von den seit Herbst 2013 neu über der Region auftretenden militärischen Höhenflügen innerhalb der ED-R 401 „verargumentiert“ werden. D.h. die Luftwaffe versucht, das Gesamtproblem in atomisierte Vorgänge aufzuspalten, damit die Gesamtbelastung der Regionen unter der ED-R 401 nicht unmittelbar deutlich wird. Auch kann mit der Herausnahme der Tiefflüge ideal von der heimlichen Remilitarisierung des Himmels über weiten Teilen Ostdeutschlands, innerhalb der ED-R 401, abgelenkt werden.

Tiefflug Bundesluftwaffe Tornados am 9.7.14 und am 28.10.14 über Bombodrom Wittstock/Kyritz/Rheinsberg - Antwort Verteidigungsministerium auf Anfrage von MdB Tackmann
Tiefflug Bundesluftwaffe Tornados am 9.7.14 und am 28.10.14 über Bombodrom Wittstock/Kyritz/Rheinsberg – Antwort Verteidigungsministerium auf Anfrage von MdB Tackmann
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